FDA, Allergen-Grenzwerte

FDA prüft Allergen-Grenzwerte, Studie fordert frühes Füttern

22.02.2026 - 11:48:12 | boerse-global.de

Die US-Arzneimittelbehörde FDA schließt Anhörungen zu Allergen-Schwellenwerten ab. Zeitgleich bestätigt eine globale Mega-Studie: Frühes Füttern von Erdnüssen & Co. schützt Kleinkinder am besten vor Allergien. Ein Paradigmenwechsel für Eltern und Ärzte steht bevor.

Die traditionelle Empfehlung, Babys von Allergenen fernzuhalten, ist endgültig überholt. Eine im Fachmagazin JAMA Pediatrics veröffentlichte Metaanalyse der McMaster University liefert den schlagenden Beweis. Die Forscher werteten Daten von 2,8 Millionen Kindern aus 190 Studien aus.

Das Ergebnis ist eindeutig: Wer Erdnüsse erst nach dem ersten Geburtstag kennenlernt, hat ein mehr als doppelt so hohes Allergierisiko. Ähnlich sieht es bei Fisch und Eiern aus. Die Botschaft der Wissenschaftler ist klar: Sobald das Kind feste Nahrung verträgt, sollten potenzielle Allergieauslöser regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Das trainiert das Immunsystem.

Neurodermitis und Antibiotika vervielfachen das Risiko

Die Studie identifizierte weitere kritische Faktoren. Das größte Risiko tragen Babys mit Neurodermitis im ersten Lebensjahr. Sie entwickeln fast viermal häufiger eine Lebensmittelallergie.

Besonders alarmierend ist der Einfluss von Antibiotika. Bekommt ein Säugling im ersten Lebensmonat solche Medikamente, vervierfacht sich sein Allergierisiko. Selbst die Einnahme durch die Mutter in der Schwangerschaft erhöht die Wahrscheinlichkeit noch um ein Drittel. Die Forscher sehen hier einen klaren Zusammenhang: Eine gestörte Darmflora kann das Immunsystem fehlprogrammieren.

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FDA arbeitet an klaren Warnhinweisen auf Lebensmitteln

Während die Forschung klärt, wann gefüttert werden soll, arbeitet die FDA daran, was sicher ist. Die Behörde beendete kürzlich eine Reihe öffentlicher Anhörungen zu Allergen-Grenzwerten.

Bisher sind Hinweise wie „Kann Spuren von … enthalten“ oft freiwillig und nicht einheitlich. Die FDA prüft nun, wissenschaftlich fundierte Schwellenwerte zu definieren. Ab welcher Menge löst ein Allergen eine Reaktion aus? Bis Mitte Mai können Experten und Verbraucher dazu Stellungnahmen einreichen. Das Ziel: standardisierte, verlässliche Warnhinweise für verunsicherte Eltern.

Wie setzt man die neuen Erkenntnisse im Alltag um?

Die Wissenschaft ist klar, doch viele Eltern zögern aus Angst vor Reaktionen. Wie führt man Erdnussbutter sicher ein? Internationale Organisationen passen bereits ihre Leitlinien an.

Experten raten zu einem schrittweisen Vorgehen mit kleinen Mengen – entspannt zu Hause. Für Kinder mit hohem Risiko, etwa durch familiäre Vorbelastung oder Neurodermitis, ist die Rücksprache mit dem Kinderarzt entscheidend. Die flächendeckende Umsetzung dieser Strategie könnte die Zahl der Lebensmittelallergien bei Kindern deutlich senken. Ein proaktives erstes Lebensjahr wird zum besten Schutz.

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