EU-Parlament fordert 60-Tage-Frist für Baugenehmigungen
13.03.2026 - 00:00:15 | boerse-global.deDas Europäische Parlament macht Druck für schnelleres und günstigeres Bauen. In einer Resolution fordert es die Mitgliedstaaten auf, Genehmigungsverfahren massiv zu beschleunigen. Zeitgleich meldet die deutsche Fertigbau-Branche einen Rekordmarktanteil.
Bürokratieabbau als oberstes Ziel
Die Abgeordneten verlangen eine Maximalfrist von 60 Tagen für Baugenehmigungen. Digitale Verfahren sollen zum Standard werden. Zudem spricht sich das Parlament für steuerliche Anreize aus, etwa einen stark reduzierten Mehrwertsteuersatz auf Wohnungsbau.
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Die Resolution ist zwar nicht bindend, erhöht aber den politischen Druck auf nationale Regierungen. Besonders Deutschland steht mit seinen oft monatelangen Genehmigungsverfahren im Fokus. Können die deutschen Bauämter diese Geschwindigkeit überhaupt liefern?
Fertigbau feiert Allzeithoch
Während in Straßburg debattiert wird, liefert die deutsche Bauwirtschaft praktische Antworten. Der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) meldet einen Marktanteil von 26,5 Prozent bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Das ist ein historischer Rekord.
Im vergangenen Jahr wurden 13.473 Fertighäuser genehmigt – ein Plus von 16,7 Prozent. Die Branche profitiert von ihrem effizienten Modell: Durch Vorfertigung in Werkshallen verkürzen sich die Bauzeiten auf der Baustelle drastisch. Das senkt Finanzierungskosten und erhöht die Planungssicherheit für Bauherren.
Leichte Erholung am Gesamtmarkt
Die positive Entwicklung im Fertigbau spiegelt sich in den Gesamtzahlen wider. Das Statistische Bundesamt verzeichnete 2025 erstmals seit 2021 wieder einen Anstieg der Baugenehmigungen. Insgesamt wurden 238.500 Wohnungen genehmigt, 10,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Doch die Erholung bleibt fragil. Der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum übersteigt das Angebot bei Weitem. Besonders Familien leiden unter der angespannten Lage. Die Überbelegung von Wohnungen ist nach wie vor enorm.
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Wohnungsbau-Tag soll Lösungen bringen
Unter dem Motto „Worauf wartet Deutschland?“ findet Ende März der 17. Wohnungsbau-Tag in Berlin statt. Vertreter aus Politik und Wirtschaft wollen Wege aus der Krise diskutieren. Erwartet wird die Vorstellung einer neuen Studie zu Baukosten und regulatorischen Hürden.
Ein zentrales Thema wird die Finanzierung sein. Das Bundesbauministerium hatte Ende 2025 die Förderung für klimafreundlichen Neubau wieder aufgenommen. Kombiniert mit den von der EU geforderten steuerlichen Anreizen könnte dies die Investitionsbereitschaft steigern.
Paradigmenwechsel in der Branche
Die aktuellen Entwicklungen markieren einen Wendepunkt. Die Industrialisierung des Bauens durch serielle Fertigung gilt als einer der wenigen verbliebenen Hebel, um Kosten zu senken. Gleichzeitig bleiben Qualität und Energieeffizienz erhalten.
Experten sehen im Fertigbau die Zukunft. Nur durch Standardisierung lassen sich Klimaziele und Wohnraumbedarf in Einklang bringen. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die Politik die Weichen richtig stellt.
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