DigitalPakt, Senioren

DigitalPakt Alter: Senioren erobern das Internet

10.02.2026 - 02:22:11

Neue Studie zeigt: 74% der über 65-Jährigen nutzen das Internet, doch 96% wünschen sich praktische Unterstützung. Bundesweite Aktionstage bieten niederschwellige Hilfe.

Deutschlands Senioren sind digitaler denn je – doch der Bedarf an praktischer Hilfe bleibt riesig. Das zeigen neue Zahlen des Familienministeriums und des Bitkom. Als direkte Antwort starten heute bundesweit regionale Aktionstage.

Die Initiative gewinnt durch eine aktuelle Studie erheblich an Dynamik. Demnach nutzen mittlerweile 74 Prozent der Menschen ab 65 Jahren in Deutschland das Internet. Vor sechs Jahren waren es nur 48 Prozent. Noch beeindruckender ist die grundsätzliche Haltung: 81 Prozent der Befragten sehen die Digitalisierung als Chance für die Gesellschaft. Dieses positive Bild widerlegt das Klischee der technikfeindlichen älteren Generation.

Studie offenbart drängenden Unterstützungsbedarf

Doch die Untersuchung offenbart eine entscheidende Lücke. Ganze 96 Prozent der Senioren wünschen sich konkrete Hilfsangebote, um mit der rasanten technologischen Entwicklung Schritt zu halten. Genau hier setzen die heutigen Aktionstage an. Sie sind Teil der nationalen Strategie, die digitale Spaltung der Gesellschaft zu überwinden.

„Die positive Grundhaltung ist da. Jetzt braucht es verständliche Begleitung und verlässliche Zugänge“, betonte Bundesseniorenministerin Karin Prien bei der Vorstellung der Daten. Programme wie der „DigitalPakt Alter“ und der „Digitale Engel“, der mit einem Infomobil Beratung aufsuchend anbietet, sind zentrale Bausteine.

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Praxisnahe Hilfe in hunderten „Erfahrungsorten“

Die Aktionstage sind bewusst niederschwellig gestaltet. In hunderten von Bibliotheken, Seniorenheimen und Gemeindezentren – den sogenannten „Erfahrungsorten“ – bieten ehrenamtliche Digital-Lotsen ihre Hilfe an. Das Netzwerk des „DigitalPakt Alter“ wurde bis 2025 auf 300 solcher Anlaufstellen bundesweit ausgebaut.

Die Themen der Workshops sind alltagsnah: Von der sicheren Nutzung von Online-Banking und Messenger-Diensten über die Erkennung von Falschnachrichten bis hin zu ersten Einführungen in künstliche Intelligenz (KI). Die Studie zeigt hier eine bemerkenswerte Offenheit: Rund die Hälfte der über 65-Jährigen hat bereits KI genutzt, und 52 Prozent können sich vorstellen, eine KI zu Gesundheitsthemen zu befragen.

Ein konkretes Beispiel ist die Initiative „Digital mobil im Alter“ von O₂ Telefónica und der Stiftung Digitale Chancen. Senioreneinrichtungen können hier kostenlos Tablets für achtwöchige Kurse ausleihen, um einen unkomplizierten Einstieg zu ermöglichen.

Vom Nutzer zum Gestalter: Eine langfristige Strategie

Die Aktionstage sind kein einmaliges Event, sondern Teil einer langfristigen Mission. „Digitale Kompetenz ist heute eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben im Alter“, so die einhellige Meinung von Experten.

Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst stellt klar: „Deutschlands Senioren sind digitaler als ihr Ruf. Sie wünschen sich einen schnelleren Fortschritt.“ Ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft treibt das Thema voran. Die Initiative „Digital für alle“, ein Zusammenschluss von 28 Organisationen, plant bereits den nächsten bundesweiten Digitaltag am 26. Juni 2026.

Der Fokus verschiebt sich langsam: Es geht nicht mehr nur um reine Nutzung, sondern um die Befähigung, die digitale Welt aktiv mitzugestalten. Die hohe Akzeptanz ist ein starkes Mandat an die Politik. Der Erfolg solcher Aktionstage wird maßgeblich darüber entscheiden, ob Deutschland den digitalen Wandel inklusiv und generationengerecht gestalten kann.

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