Deutschland, USA

'WSJ': Kredite für Musks Twitter-Kauf schlechtes Geschäft für Banken

21.08.2024 - 06:15:03

Die Kredite in Höhe von rund 13 Milliarden Dollar, die Banken Elon Musk für den Kauf von Twitter gaben, sind für sie laut einem Medienbericht bisher ein schlechtes Geschäft.

Üblicherweise reichen Kreditinstitute solche Schulden schnell an andere Investoren weiter. Doch in diesem Fall blieben die Banken selbst auf den Krediten sitzen, wie das "Wall Street Journal" berichtet. Der Grund sei, dass sie diese angesichts der schwachen finanziellen Lage des Online-Dienstes nur mit hohen Abschlägen losgeworden wären.

Wertabschreibungen belasten Banken-Bilanzen

Die Folge ist, dass Abschreibungen auf den Wert der Kredite nun auf die Bilanzen der Banken durchschlagen. In einem Fall habe dies sogar Konsequenzen für die Vergütung der zuständigen Abteilung gehabt, hieß es unter Berufung auf beteiligte Personen.

Musk hatte Twitter im Oktober 2022 für rund 44 Milliarden Dollar gekauft. Den Großteil der Summe besorgte er sich über den Verkauf von Aktien des von ihm geführten Elektroauto-Herstellers Tesla US88160R1014. Zugleich bekam er Kredite von sieben Banken, darunter Top-Adressen wie Morgan Stanley und Bank of America US0605051046.

X kämpft mit Abwanderung von Werbekunden

Ein Vorteil der Situation für die Banken könnte am Ende sein, dass Musk die Kredite am Ende komplett an sie zurückzahlt. In der Zwischenzeit kassieren sie hohe Zinsen - die ihrerseits auf dem Online-Dienst lasten, der Probleme mit dem Geldverdienen hat. Denn der Kurznachrichtendienst, den Musk inzwischen in X umbenannte, hat mit der Flucht großer Werbekunden zu kämpfen. Sie fürchten um ihr Image.

Hassrede-Forscher hatte im vergangenen Jahr demonstriert, wie Werbung bekannter Marken unter anderem neben antisemitischen Beiträgen und Posts von Nazi-Sympathisanten auftauchen kann. X bestritt, dass es ein alltägliches Vorkommnis ist und klagte - bisher erfolglos - gegen die Forscher. Zuletzt zerrte X auch abtrünnige Anzeigenkunden vor Gericht mit dem Vorwurf, sie hätten sich abgesprochen, um Werbegelder von dem Online-Dienst fernzuhalten.

@ dpa.de | US0605051046 DEUTSCHLAND

Weitere Meldungen

Preise für Gold und Silber nach Rekordjagd unter Druck. Nun dreht der Trend. Das liegt auch an einer Entscheidung von Donald Trump. Sie gelten in Krisenzeiten als «sichere Häfen», und angesichts globaler Konflikte verteuerten sich Gold und Silber rapide. (Wirtschaft, 02.02.2026 - 13:10) weiterlesen...

Bericht: Iran bestätigt mögliches Treffen mit den USA Was plant US-Präsident Trump mit dem Iran? Nach Drohungen solle nun wieder die Diplomatie das Wort haben - heißt es aus Teheran. (Ausland, 02.02.2026 - 11:41) weiterlesen...

Meister ohne Mühe: Hartensteins Thunder gewinnen Topspiel. Die Orlando Magic kassieren dagegen eine Niederlage. Die Oklahoma City Thunder mit dem deutschen Center Isaiah Hartenstein festigen mit einem Start-Ziel-Sieg im Topspiel der NBA ihre Tabellenführung. (Sport, 02.02.2026 - 07:40) weiterlesen...

Offiziell: Dennis Schröder wechselt schon wieder. Nach nur 40 Spielen steht für Schröder nun der nächste Umzug an. Die Cleveland Cavaliers sind bereits seine elfte NBA-Station. Erst im Sommer war der Nationalspieler zu den Sacramento Kings gekommen. (Sport, 01.02.2026 - 21:40) weiterlesen...

Bitcoin fällt auf tiefsten Stand seit April 2025 Der Bitcoin hat seit seinem Rekordhoch im November rund 47.000 Dollar verloren. (Wirtschaft, 01.02.2026 - 11:42) weiterlesen...

Berichte: Dennis Schröder wechselt schon wieder. Nach nur 40 Spielen steht dem Welt- und -Europameister der nächste Umzug in der NBA bevor. Erst im Sommer war der Nationalspieler zu den Sacramento Kings gekommen. (Sport, 01.02.2026 - 07:26) weiterlesen...