DGE veröffentlicht Praxis-Leitfaden für pflanzenbetonte Ernährung
20.02.2026 - 04:41:12 | boerse-global.deDie Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat diese Woche ihren neuen Praxis-Leitfaden „Rund um den Ernährungskreis“ veröffentlicht. Knapp zwei Jahre nach der grundlegenden Reform ihrer Empfehlungen liefert der Fachverband damit die lang erwartete Alltagshilfe für Verbraucher. Der Fokus liegt klar auf der Umsetzung der „Pflanzenbetonten Wende“.
Von der Theorie in die Küche
Kern der neuen Broschüre ist die konkrete Ausgestaltung der bereits 2024 eingeführten „75-25-Formel“. Sie empfiehlt, den Speiseplan zu mindestens 75 Prozent aus pflanzlichen und zu maximal 25 Prozent aus tierischen Lebensmitteln zusammenzusetzen. Der Leitfaden übersetzt diese Vorgabe nun in konkrete Portionsgrößen und Mahlzeitenstrukturen.
Die DGE betont: Es geht nicht um vollständigen Verzicht, sondern um eine deutliche Verschiebung der Relationen. Hülsenfrüchte wie Linsen und Bohnen sowie Nüsse sollen zu zentralen Proteinquellen werden. Für Fleisch und Wurst bleibt die bekannte Obergrenze von maximal 300 Gramm pro Woche für Erwachsene bestehen.
Gesundheit trifft auf Nachhaltigkeit
Ein zentraler Aspekt ist die untrennbare Verknüpfung von persönlicher Gesundheit und ökologischer Tragfähigkeit. Die Reduktion tierischer Produkte senkt laut DGE nicht nur das Risiko für Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, sondern minimiert auch den ökologischen Fußabdruck.
Wer seine Ernährung stärker pflanzenbasiert ausrichten will, fragt sich oft: Bringen neue Essgewohnheiten auch messbare Verbesserungen? Der kostenlose 25‑seitige PDF‑Report „Laborwerte‑Selbstcheck“ erklärt verständlich, welche Blutwerte (z. B. Cholesterin, Blutzucker, TSH und Vitalstoff‑Werte) Sie beobachten sollten, wie Sie Ergebnisse richtig interpretieren und welche zusätzlichen Tests sinnvoll sind – ideal, um Ernährung und Gesundheit zu überprüfen. Kostenlosen Laborwerte-Report anfordern
Die aktuelle Veröffentlichung bestätigt den progressiven Kurs der deutschen Fachgesellschaft. Erst im Januar hatte sie die neuen US-amerikanischen Ernährungsrichtlinien kritisiert, die aus ihrer Sicht noch zu stark auf die Fleisch- und Milchindustrie Rücksicht nehmen.
Was kommt im März?
Die Veröffentlichung dient auch als Brücke zu zwei Großereignissen im März. Der 63. Wissenschaftliche Kongress der DGE in Kassel steht unter dem Leitthema „Ernährung und Mikrobiom“. Die Darmgesundheit könnte künftig noch stärker in die offiziellen Empfehlungen einfließen.
Zudem steht der „Tag der gesunden Ernährung“ am 7. März unter dem Schwerpunkt „Autoimmunerkrankungen und Ernährung“. Hier soll die entzündungshemmende Wirkung einer pflanzenbasierten Kost im Fokus stehen.
Folgen für Handel und Gastronomie
Die klaren Empfehlungen haben ökonomische Implikationen. Seit der ersten Ankündigung 2024 beobachten Marktanalysten bereits Anpassungen im Lebensmitteleinzelhandel. Die explizite Förderung von Hülsenfrüchten und Nüssen dürfte diesen Trend verstärken.
Doch die DGE mahnt zur Vorsicht: Der Leitfaden favorisiert eindeutig unverarbeitete Lebensmittel. Ein „Veggie-Schnitzel“ ist nicht automatisch gesund, nur weil es pflanzlich ist. Für Kantinen und Mensen bedeutet die Konkretisierung weiteren Anpassungsdruck, um die 75-Prozent-Quote im Wochendurchschnitt zu erreichen.
Flexibilität statt Verbote
Insgesamt versucht die DGE mit dem neuen Wegweiser, das Image der „Verbots-Behörde“ abzulegen. Betont werden die Vielfalt und kulinarischen Möglichkeiten der pflanzenbetonten Küche. Die Botschaft: Eine gesunde Ernährung im Jahr 2026 ist überwiegend pflanzlich, ökologisch bewusst und individuell anpassbar.
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