Deutsche Bank warnt vor Phishing-Mails zu angeblicher Systemmodernisierung
10.02.2026 - 19:52:11Kriminelle nutzen das Thema Digitalisierung, um Kunden der Deutschen Bank mit gefälschten E-Mails auszutricksen. Die Bank warnt eindringlich vor der neuen Phishing-Welle.
Die Betrüger geben vor, im Namen der Bank über eine anstehende Modernisierung des Online-Bankings zu informieren. Ziel ist es, an Zugangsdaten und Transaktionsnummern (TANs) der Kunden zu gelangen. Die Deutsche Bank stellt klar: Es handelt sich um eine betrügerische Kampagne, die nicht vom Institut ausgeht.
So funktioniert der Betrug mit der „Systemmigration“
Die gefälschten Nachrichten wirken auf den ersten Blick täuschend echt. Sie verwenden das Corporate Design der Bank und locken mit Versprechen wie „noch sicherer, schneller und intelligenter“. Konkret wird eine angebliche Systemmigration für 2026 genannt. Die Kunden werden unter Druck gesetzt, ihre Teilnahme bis zu einer bestimmten Frist zu bestätigen – andernfalls drohten angeblich Kontoeinschränkungen.
Der entscheidende Haken: Ein integrierter Button oder Link mit Aufschriften wie „Teilnahme jetzt bestätigen“ führt nicht auf ein sicheres Portal der Bank, sondern auf eine nachgebaute Webseite der Kriminellen. Dort werden die Opfer zur Eingabe ihrer sensiblen Daten aufgefordert.
Gefälschte E-Mails zielen gezielt auf Zugangsdaten und TANs – das Risiko, Opfer von Kontodiebstahl zu werden, ist real. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket zeigt in einer 4‑Schritte-Anleitung, wie Sie gefälschte Bank-Mails erkennen, sichere Login‑Routinen einrichten und im Ernstfall richtig reagieren. Speziell bei Nachrichten, die angeblich von Banken wie der Deutschen Bank stammen, lesen Sie, welche Merkmale eindeutig auf Betrug hinweisen. Jetzt kostenloses Anti‑Phishing‑Paket herunterladen
Fünf klare Warnsignale für Kunden
Trotz des professionellen Erscheinungsbildes gibt es eindeutige Merkmale, an denen sich die Phishing-Mails erkennen lassen:
- Unpersönliche Anrede: Die Nachrichten beginnen oft mit „Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde“ statt mit dem eigenen Namen.
- Erzeugter Handlungsdruck: Seriöse Banken setzen ihre Kunden nicht mit Fristen und Drohungen unter Druck.
- Aufforderung zum Klick: Die Deutsche Bank fordert Kunden niemals per E-Mail auf, über Links Bestätigungen vorzunehmen oder Daten einzugeben.
- Vage Formulierungen: Die Texte sind oft technisch klingend, aber inhaltlich unkonkret und ohne Bezug zum eigenen Konto.
- Fragwürdige Absenderadresse: Bei genauer Prüfung stimmt die E-Mail-Adresse nicht mit den offiziellen Domains der Bank überein.
Was Betroffene jetzt tun sollten
Wer eine solche Mail erhält, sollte auf keinen Fall auf Links klicken oder Daten eingeben. Die Empfehlung lautet: Nachricht sofort löschen oder als Spam markieren.
Bei Unsicherheit gilt: Immer direkt über die offiziellen Kanäle informieren – also die Website der Deutschen Bank, die Banking-App oder die bekannten Service-Hotlines. Wer bereits Daten auf einer verdächtigen Seite eingegeben hat, muss umgehend die Bank kontaktieren und das Online-Banking sperren lassen. Eine regelmäßige Kontrolle der Kontoumsätze ist ohnehin ratsam.
Immer raffiniertere Angriffe auf das Vertrauen
Die aktuelle Kampagne zeigt ein bekanntes Muster: Kriminelle nutzen aktuelle Themen wie die Digitalisierung der Banken, um Glaubwürdigkeit vorzutäuschen. Die Methoden werden dabei stetig ausgefeilter. Cybersicherheitsexperten betonen, dass trotz aller technischen Sicherheitsvorkehrungen der Banken der informierte und wachsame Kunde der wichtigste Schutzfaktor bleibt. Die Gefahr durch solche Social-Engineering-Angriffe bleibt hoch.


