Deutsche Bank Aktie: Rekordjahr mit Schatten
13.03.2026 - 04:07:16 | boerse-global.deRekordgewinn und neue Milliardenklage — die Deutsche Bank liefert heute mit ihrem testierten Geschäftsbericht 2025 ein gemischtes Bild. Die Zahlen sind historisch stark, doch frische Rechtsrisiken trüben den Glanz.
Das profitabelste Jahr der Unternehmensgeschichte
2025 war für die Deutsche Bank das ertragreichste Jahr ihrer Geschichte. Die Erträge stiegen um sieben Prozent auf 32,1 Milliarden Euro, der Vorsteuergewinn legte um 84 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro zu. Der Nachsteuergewinn verdoppelte sich nahezu auf 7,1 Milliarden Euro — getragen auch von einem Rückgang der Kosten um zehn Prozent auf 20,7 Milliarden Euro.
Aktionäre sollen direkt profitieren: Der Vorstand schlägt für die Hauptversammlung im Mai eine Dividende von 1,00 Euro je Aktie vor, rund 50 Prozent mehr als die 0,68 Euro für das Vorjahr. Hinzu kommen genehmigte Aktienrückkäufe von einer Milliarde Euro. Die Ausschüttungsquote soll ab 2026 von 50 auf 60 Prozent steigen — sofern die CET1-Kapitalquote nachhaltig über dem Zielkorridor von 13,5 bis 14,0 Prozent bleibt.
Neue Klagen belasten das Bild
Weniger erfreulich ist eine Offenlegung im Anhang des Berichts. Vier frühere Mitarbeiter fordern vor englischen Gerichten Schadensersatz von mehr als 600 Millionen Pfund — rund 700 Millionen Euro — im Zusammenhang mit dem Fall der italienischen Bank Monte dei Paschi di Siena. Sie werfen der Deutschen Bank vor, ihre Karrieren beschädigt zu haben. Ein fünfter Banker fordert zusätzlich 152 Millionen Euro; seine Klage beim Landgericht Frankfurt ist für eine Anhörung im September angesetzt.
Der Hintergrund: Sechs frühere Mitarbeiter wurden bereits 2019 in Mailand wegen Beihilfe zur Bilanzfälschung und Marktmanipulation verurteilt, im Zusammenhang mit Repo-Geschäften aus dem Jahr 2008. Die Bank weist alle Forderungen als unbegründet zurück. Ob Rückstellungen gebildet wurden, ließ sie offen.
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Aktie unter Druck — trotz Rekordmeldung
Am Markt kommt der Bericht nicht gut an. Die Aktie verliert heute rund sechs Prozent auf 25,62 Euro und notiert damit bereits rund 24 Prozent unter ihrem Jahreshoch von 33,81 Euro vom 5. Januar. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf knapp 24 Prozent.
Die Kombination aus starken Fundamentaldaten und ungelösten Rechtsrisiken dürfte Investoren vorerst beschäftigen. Einen konkreten Katalysator für eine Neubewertung liefert der nächste Quartalsbericht — bis dahin bleibt die Aktie deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten.
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