Devisen: Euro setzt Erholung fort - Iran-Krieg bleibt im Fokus
10.03.2026 - 16:52:40 | dpa.deDie Gemeinschaftswährung profitierte von einer allgemein besseren Stimmung an den Finanzmärkten, nachdem US-Präsident Donald Trump am Vorabend ein schnelles Ende des Iran-Kriegs vage in Aussicht gestellt hatte. Allerdings fiel der Kurs zuletzt unter seine Höchstkurse zurück, da die Zweifel an einem baldigen Ende wieder wachsen. Ein euro kostete am Nachmittag 1,1643 Dollar. Am Vorabend waren es noch weniger als 1,16 Dollar.
Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,1641 (Montag: 1,1555) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8590 (0,8654) Euro.
Am Montag hatte noch ein starker Anstieg der Energiepreise für Kursverluste an den Finanzmärkten gesorgt. Der Euro war zeitweise bis fast 1,15 Dollar zurückgefallen. Der Dollar wurde als Weltleitwährung und sicherer Hafen gesucht. Zudem sind die USA Nettoexporteur von Rohöl, während die Eurozone von Importen abhängig ist.
Bereits am Montag hatte im Tagesverlauf eine Kurserholung an den meisten Märkten eingesetzt. Am Vorabend wurde sie durch Aussagen des US-Präsidenten Donald Trump verstärkt, der ein "sehr zeitnahes" Ende des Kriegs im Nahen Osten in Aussicht gestellt hatte. Allerdings machte Trump keine konkreten Angaben. "Den Märkten war der Mangel an Details egal und sie setzten ihre Erholung fort", kommentierten Analysten der Dekabank. Allerdings wurde die Kriegshandlungen im Tagesverlauf unvermindert fortgesetzt. So meldete der Iran erneut schwere Luftangriffe. Die Vereinigten Staaten gäben nicht nach, "bis der Feind vollständig und endgültig besiegt" sei, machte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in Washington klar.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86545 (0,86530) britische Pfund, 183,67 (183,15) japanische Yen und 0,9027 (0,9008) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (etwa 31,1 Gramm) kostete zuletzt 5.232 Dollar. Das waren etwa 94 Dollar mehr als am Vortag.
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