Demenz-Prävention, Studien

Demenz-Prävention: Neue Studien zeigen, wie Lebensstil das Risiko senkt

13.02.2026 - 00:30:12

Aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass bis zu 45 Prozent der Demenzfälle durch beeinflussbare Faktoren wie Ernährung, Bewegung und kognitive Stimulation vermeidbar wären.

Moderate Änderungen bei Ernährung und kognitivem Training können das Demenzrisiko signifikant reduzieren. Das belegen aktuelle Auswertungen von Langzeitstudien, die in den letzten Tagen veröffentlicht wurden. Die neuen Daten untermauern die Empfehlungen führender Gesundheitsorganisationen: Ein proaktiver Ansatz ist entscheidend, um die Gehirngesundheit langfristig zu schützen.

In Deutschland leben derzeit rund 1,8 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Prognosen deuten auf einen weiteren Anstieg in den kommenden Jahrzehnten hin. Die Forschung konzentriert sich daher intensiv auf modifizierbare Risikofaktoren, die jeder beeinflussen kann. Fast die Hälfte aller Demenzfälle ließe sich so möglicherweise verhindern oder verzögern.

Die 14 Schlüsselfaktoren für das Demenzrisiko

Eine maßgebliche Grundlage bildet der Bericht der Lancet-Kommission. Dieser identifiziert insgesamt 14 modifizierbare Faktoren, die über die gesamte Lebensspanne das Demenzrisiko beeinflussen. Experten schätzen: Bis zu 45 Prozent der weltweiten Demenzerkrankungen wären durch deren Kontrolle vermeidbar.

Zu den neu identifizierten Risiken zählen:
* Unbehandelter Sehverlust im späteren Leben
* Hohe Werte des LDL-Cholesterins im mittleren Lebensalter

Die bekannten Risikofaktoren umfassen unter anderem:
* Frühes Leben: Geringere Bildung
* Mittleres Leben: Bluthochdruck, Übergewicht, übermäßiger Alkoholkonsum, Kopfverletzungen, Schwerhörigkeit
* Späteres Leben: Rauchen, Depression, soziale Isolation, körperliche Inaktivität, Luftverschmutzung und Diabetes.

Eine deutsche Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) kommt zu dem Ergebnis: In Deutschland sind schätzungsweise 36 Prozent der Demenzfälle auf beeinflussbare Risikofaktoren zurückzuführen. Besonders Depressionen, Schwerhörigkeit und ein niedriges Bildungsniveau fallen hierzulande ins Gewicht.

So funktioniert aktive Prävention im Alltag

Die gute Nachricht: Viele präventive Maßnahmen lassen sich einfach in den Alltag integrieren. Eine Lebensführung, die das Herz schützt, ist in der Regel auch gut für das Gehirn.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine mediterrane Ernährung – reich an Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten. Aktuelle Analysen großer US-Langzeitstudien deuten zudem darauf hin: Auch moderater Kaffeekonsum von zwei bis drei Tassen täglich korreliert mit einem geringeren Demenzrisiko.

Neben der Ernährung ist körperliche Aktivität ein zentraler Baustein. Regelmäßige Bewegung fördert die Durchblutung des Gehirns. Studien legen nahe: Eine tägliche Schrittzahl von knapp unter 10.000 Schritten, kombiniert mit Phasen höherer Intensität, könnte optimalen Schutzeffekt haben.

Ein weiterer entscheidender Bereich ist die kognitive Stimulation. Das Gehirn sollte regelmäßig gefordert werden – durch das Erlernen einer neuen Sprache, eines Instruments oder durch strategische Spiele. Besonders vielversprechend sind die Ergebnisse der sogenannten ACTIVE-Studie. Eine Langzeitauswertung zeigte: Ein spezifisches, computergestütztes Training zur Verbesserung der kognitiven Verarbeitungsgeschwindigkeit senkte das Demenzrisiko über 20 Jahre signifikant.

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Warum medizinische Vorsorge und soziale Kontakte zählen

Die Prävention von Demenz erfordert auch konsequente medizinische Vorsorge. Die Kontrolle von vaskulären Risikofaktoren ist entscheidend. Dazu gehört die regelmäßige Überwachung und Behandlung von:
* Bluthochdruck
* Diabetes
* Hohen Cholesterinwerten

Bluthochdruck im mittleren Lebensalter gilt als wesentlicher Risikofaktor. Seine Behandlung kann das Demenzrisiko nachweislich senken.

Ebenso wichtig ist die frühzeitige Behandlung von Sinnesbeeinträchtigungen. Sowohl Schwerhörigkeit als auch Sehverlust sind signifikante Risikofaktoren. Experten raten daher, Hör- und Sehhilfen konsequent zu nutzen. Das reduziert die kognitive Belastung und sichert die soziale Teilhabe.

Soziale Isolation und Depression sind ebenfalls eigenständige Risikofaktoren. Der Aufbau eines stabilen sozialen Netzwerks und die rechtzeitige Behandlung von Depressionen sind daher unerlässlich für die langfristige Erhaltung der geistigen Gesundheit.

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