Cyberangriffe legen Irans Staatsmedien lahm
01.03.2026 - 00:18:14 | boerse-global.deEin koordinierter digitaler Großangriff hat am Samstag die wichtigsten staatlichen Nachrichtenagenturen des Iran getroffen. Die Attacke erfolgte zeitgleich mit Militärschlägen gegen das Land und unterstreicht die wachsende Rolle der Cyberkriegsführung.
Die halbstaatliche Fars News Agency, die den Revolutionsgarden nahesteht, berichtete als erste von der digitalen Belagerung. Betroffen waren zentrale Plattformen wie die offizielle Islamic Republic News Agency (IRNA) und die Iranian Students' News Agency (ISNA). Die Angriffe begannen in den frühen Morgenstunden des 28. Februar und führten zu massiven Zugriffsproblemen.
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Digitaler Blackout in der Krise
Die Cyberoffensive traf das Land in einem Moment schwerer nationaler Krise. Parallel zu den Hackerangriffen wurden Militärschläge gegen den Iran gemeldet. Diese Doppelstrategie ist typisch für den modernen Hybridkrieg, bei dem die Kontrolle über Informationen genauso entscheidend ist wie militärische Schläge.
Die Angriffe beschränkten sich nicht auf Nachrichtenagenturen. Auch populäre Mobilfunk-Apps meldeten Störungen. Der Internetüberwachungsdienst Netblocks verzeichnete einen Absturz der landesweiten Internetverbindung auf nur noch 4 Prozent. Eine iranische Gebets-App wurde zudem gehackt und zeigte regimekritische Botschaften.
Lange Geschichte digitaler Verwundbarkeit
Dieser Vorfall ist der bisher schwerste in einer Reihe von Cyberangriffen auf iranische Infrastruktur. Bereits im November 2022 hatte die Hacktivisten-Gruppe "Black Reward" die Fars Agency angegriffen. Im Februar 2024 wurden Webseiten des Parlaments lahmgelegt. Sogar das Staatsfernsehen war im Januar 2026 Ziel eines Hacks.
Staatsmedien wie IRNA und Fars sind für das Teheraner Regime essenziell. Sie verbreiten die offizielle Linie, steuern die öffentliche Wahrnehmung und sind ein Werkzeug psychologischer Kriegsführung. Ihre Lahmlegung schafft Verwirrung, behindert die Krisenkommunikation und öffnet das Feld für alternative Narrative.
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Cyberkrieg als neuer Konfliktschauplatz
Iranische Cybersicherheitsteams arbeiten an der Wiederherstellung der Dienste. Bisher hat sich niemand zu den Angriffen bekannt, doch der Kontext und das Ausmaß deuten auf einen gut ausgestatteten staatlichen Akteur hin. Iran hat in der Vergangenheit regelmäßig Israel und die USA für Cyberoperationen verantwortlich gemacht.
Der Vorfall markiert eine neue Eskalationsstufe im langjährigen digitalen Schattenkrieg. Kritische Infrastruktur – von Stromnetzen bis zu Nachrichtenagenturen – gilt längst als legitimes Ziel. In einer ohnehin hochgespannten Lage wird die digitale Front weiter an Bedeutung gewinnen. Die Schlacht um die Informationshoheit tobt bereits parallel zu den militärischen Auseinandersetzungen.
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