Bundesregierung vereinfacht Wohnungsbau-Förderung
13.02.2026 - 02:39:11Die Bundesregierung will die staatlichen Förderprogramme für den Wohnungsbau verschlanken. Ziel ist es, mit weniger Bürokratie und mehr Investitionssicherheit dringend benötigte Impulse für den Neubau zu setzen. Die Branche verzeichnet zwar erste positive Signale, doch die Zahl fertiggestellter Wohnungen bleibt auf historischem Tief.
Das Kernstück der Initiative ist die geplante Bündelung der vielfältigen KfW-Programme. Künftig soll es nur noch zwei übersichtliche Säulen geben: eine für den Neubau und eine für Sanierungen. Der Zugang zu zinsverbilligten Krediten für Bauherren und Investoren soll so erheblich leichter werden.
Bereits im Vorfeld wurden bestehende Programme angepasst:
* Die Konditionen für die Wohneigentumsförderung für Familien und das genossenschaftliche Wohnen wurden verbessert.
* Das Programm „Klimafreundlicher Neubau“ (KfW 297/298) schließt nun auch den weniger strengen Effizienzhaus-Standard 55 ein, um mehr Projekte zu ermöglichen.
Im vergangenen Jahr förderte der Bund über die KfW bereits mehr als 64.500 Wohnungen und stieß damit Investitionen in Milliardenhöhe an.
Prognosen düster, erste Lichtblicke zaghaft
Die Dringlichkeit der Maßnahmen wird durch aktuelle Prognosen untermauert. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) rechnet für 2026 mit nur noch rund 215.000 fertiggestellten Wohnungen. Das ifo-Institut hält sogar einen Einbruch auf 175.000 Einheiten für möglich. Hauptgründe sind die eingebrochenen Genehmigungen der Vorjahre, hohe Zinsen und explodierte Baukosten.
Dennoch gibt es vorsichtigen Anlass zu Optimismus. Die Baugenehmigungen stiegen zuletzt wieder – im November 2025 um 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. In Bayern wurde kürzlich der erste Anstieg seit drei Jahren verzeichnet, ein „erstes Lebenszeichen“ laut Branche. Eine Studie von CBRE bestätigt den leichten Aufwärtstrend bei Neubauaktivitäten.
Alte Probleme: Kosten, Dauer, Bürokratie
Trotz der Förderimpulse warnen Experten vor überzogener Euphorie. Die strukturellen Probleme bleiben:
* Die Baupreise stiegen zuletzt weiter an, vor allem getrieben durch hohe Kosten für Arbeitsleistungen.
* Von der Genehmigung bis zur Fertigstellung eines Mehrfamilienhauses vergehen durchschnittlich 34 Monate.
* Viele in der Niedrigzinsphase geplante Projekte wurden aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen verschoben oder gestrichen.
Der Abbau bürokratischer Hürden und schnellere Genehmigungsverfahren bleiben daher zentrale Forderungen der Wirtschaft.
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Neue Ideen und neue Regeln
Für den Sommer 2026 plant die Regierung ein neues Programm: Es soll die Umwandlung von leerstehenden Büro- und Gewerbeimmobilien in Wohnraum fördern. So soll schnell neuer Wohnraum in zentralen Lagen entstehen, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln.
Gleichzeitig stehen der Branche neue regulatorische Herausforderungen bevor. Bis Mai 2026 muss die neue EU-Gebäuderichtlinie mit höheren Energieeffizienzanforderungen umgesetzt werden. Zudem werden die Förderkriterien für Wärmepumpen verschärft. Die Anpassung an diese Regeln wird für die langfristige Planungssicherheit entscheidend sein.
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