Bundeskonferenz rückt Demenzprävention in den Fokus
24.03.2026 - 05:51:45 | boerse-global.deDie 8. Bundeskonferenz „Gesund und aktiv älter werden“ startet am 22. April in Köln. Das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) lädt Fachleute zum Austausch über Demenzvorbeugung ein. Unter dem Motto „Demenzprävention im Dialog“ will die Tagung Aufklärung verbessern und Strukturen stärken.
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Lebensstil und Vorbilder aus aller Welt
Im Mittelpunkt stehen präventive Lebensstilfaktoren. Dazu zählen gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, soziale Kontakte und geistige Aktivität. Die Konferenz beleuchtet auch internationale Good-Practice-Beispiele. Welche Präventionsprogramme funktionieren im Ausland – und was lässt sich für Deutschland lernen?
Ein weiterer Schwerpunkt sind personalisierte Strategien. Diese multimodalen Ansätze kombinieren verschiedene Methoden und passen sich individuellen Risikoprofilen an. Zudem diskutieren die Experten Maßnahmen der Verhältnisprävention und der Früherkennung.
Warum Prävention jetzt so wichtig ist
Die Dringlichkeit ist hoch: Aktuell leben rund 1,84 Millionen Menschen mit Demenz in Deutschland. Diese Zahl wird in den kommenden Jahren voraussichtlich weiter steigen. Die Belastung für das Gesundheitssystem und die Betroffenen ist enorm.
Dabei zeigen Studien ein großes Potenzial: Bis zu 45 Prozent aller Demenzfälle ließen sich verhindern oder deutlich hinauszögern. Doch das Wissen über wirksame Vorbeugung ist in der Bevölkerung noch begrenzt. Genau hier setzt die Bundeskonferenz an.
Neben Bewegung und Ernährung ist gezieltes Mentaltraining ein entscheidender Baustein, um den Fokus zu steigern und das Demenz-Risiko aktiv zu senken. Dieser Gratis-PDF-Ratgeber liefert 7 Geheimnisse und 11 alltagstaugliche Übungen für ein leistungsfähiges Gehirn. Mentale Fitness ab heute: 7 Geheimnisse für ein leistungsfähiges Gehirn
Neue Wege: Daten und geschlechtersensible Ansätze
Neben klassischen Methoden gewinnen innovative Strategien an Bedeutung. Eine aktuelle Präsentation von acatech, der Leopoldina und der Union der Akademien beleuchtete datengetriebene Ansätze. Sechs Handlungsfelder sollen die Möglichkeiten digitaler Daten für eine zielgenauere Prävention voll ausschöpfen. Die Experten fordern ein entschlossenes politisches Vorgehen.
Studien zeigen zudem, dass geschlechtsspezifische Maßnahmen wirksamer sind. Frauen profitieren besonders von der Verringerung depressiver Symptome. Männer sind dagegen vor allem beim Renteneintritt für Lebensstiländerungen empfänglich. Soziale Aspekte spielen für alle eine zentrale Rolle.
Teil eines größeren Puzzles
Die Konferenz fügt sich in eine Reihe nationaler und globaler Initiativen ein. Das BIÖG-Programm „Gesund und aktiv älter werden“ ist ein kontinuierlicher Versuch, Gesundheitsthemen in die Praxis zu überführen. Auch der World Dementia Council plant für 2026 Veranstaltungen, um den weltweiten Fortschritt voranzutreiben.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) bereitet unterdessen ihren 13. Demenz-Kongress im Oktober vor. Das Motto des Welt-Alzheimertages 2026 lautet „Demenz – (k)eine Frage des Alters“. Es unterstreicht: Prävention muss schon in jüngeren Lebensphasen beginnen.
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