BP Aktie: Analysten bremsen
06.01.2026 - 20:36:31BP gerät zum Jahresstart von Analystenseite unter leichten Druck. Mehrere Häuser stellen die kurzfristigen Chancen skeptischer dar, während zugleich der Ölmarkt von politischen Signalen aus Venezuela belastet wird. Im Kern geht es darum, ob BP in diesem Umfeld noch spürbar besser laufen kann als der Gesamtmarkt.
Neue Einstufungen setzen Akzente
Auslöser für die aktuelle Zurückhaltung ist eine frische Einschätzung von Evercore ISI. Das Institut hat BP am Dienstag von „Outperform“ auf „In Line“ herabgestuft und damit die Erwartung zurückgenommen, dass die Aktie den Markt in absehbarer Zeit übertreffen dürfte. Das neue Kursziel liegt bei 38 US‑Dollar je Aktie.
Die Einstufung fällt in eine Phase, in der die Energiebranche mit wieder anziehender Schwankung bei den Rohstoffpreisen zu kämpfen hat. Parallel dazu bestätigte RBC Capital Markets am selben Tag seine Bewertung „Sector Perform“. In der Kombination entsteht das Bild begrenzter Aufwärtsspielräume – zumindest aus Sicht dieser beiden Häuser.
Druck vom Ölmarkt: Blick nach Venezuela
Neben den einzelaktienbezogenen Analysen spielt das Umfeld am Ölmarkt eine zentrale Rolle. Die Notierungen für Rohöl tendieren schwächer, weil der Markt eine mögliche Rückkehr venezolanischer Förderung einkalkuliert. Die USA prüfen laut jüngsten Äußerungen von Präsident Donald Trump Schritte zur Wiederbelebung der dortigen Öl-Infrastruktur.
Berichte deuten darauf hin, dass Washington Entschädigungsmodelle für US‑Ölkonzerne erwägt, die ihre Aktivitäten in Venezuela ausweiten würden. Eine solche Öffnung könnte mittel- bis langfristig zu einem größeren Angebot auf dem Weltmarkt führen – und genau diese Aussicht auf zusätzliche Fässer drückt derzeit auf die Stimmung im Sektor.
Gleichzeitig kämpfen europäische Wettbewerber mit den finanziellen Altlasten des Landes. Wie die Financial Times berichtet, versuchen Eni und Repsol aktuell, rund 6 Milliarden US‑Dollar an ausstehenden Gaszahlungen aus Venezuela zurückzuerhalten. Diese Gemengelage aus geopolitischem Risiko und offenen Forderungen lastet auf der gesamten Branche – BP eingeschlossen.
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Technische Signale und Bewertung
Auch im Chart hinterlässt die Nachrichtenlage Spuren. Am 6. Januar ist der Kurs unter den 50‑Tage-Durchschnitt gefallen, ein Signal, das viele kurzfristig orientierte Marktteilnehmer als Hinweis auf einen eher schwachen Trend deuten. Aktuell notiert die Aktie mit 5,05 Euro leicht unter dieser Marke und liegt damit moderat unter ihrem 52‑Wochen-Hoch, aber klar über dem Tief des vergangenen Jahres.
Fundamental bleibt BP dennoch ein Schwergewicht mit spürbarer Ausschüttungskraft: Die zuletzt gezahlte Dividende entspricht einer Rendite von rund 5,5 Prozent auf Basis der zurückliegenden Ausschüttungen. Im Analystenbild stehen dem Abstieg von Evercore auf „In Line“ und der Einstufung „Sector Perform“ von RBC also weiterhin ein relativ hoher laufender Ertrag und eine Bewertung im Kontext eines schwankungsanfälligen Ölmarkts gegenüber.
Blick auf die nächsten Wochen
Entscheidend für die weitere Kursentwicklung dürfte nun der nächste Zahlenblick im Februar werden. Dann zeigt sich, ob der operative Cashflow stabil genug ist, um sowohl die schwächeren Ölpreise als auch die Unsicherheit rund um Venezuela abzufedern. Für BP geht es damit kurzfristig weniger um spektakuläres Wachstum, sondern um den Nachweis robuster Mittelzuflüsse in einem anspruchsvollen Marktumfeld.
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