BMI allein reicht nicht: Studie warnt vor Adipositas-Risiken
24.02.2026 - 02:33:58 | boerse-global.deEine neue Studie stellt das bisherige Verständnis von Fettleibigkeit auf den Kopf. Forschende des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE) fanden heraus, dass der Body-Mass-Index (BMI) allein die Gesundheitsgefahren nicht ausreichend abbildet. Ihre im Fachjournal 'Nature Communications' veröffentlichten Ergebnisse zeigen: Rund 80 Prozent der Menschen mit einem BMI über 30 haben bereits behandlungsbedürftige Folgeprobleme.
Fast alle Betroffenen zeigen klinische Symptome
Die internationale Forschungsgruppe um Professor Matthias Schulze analysierte Daten aus drei großen Studien. Ihr Ergebnis ist eindeutig: Fast alle Personen mit einem BMI von 30 oder höher weisen zusätzliche messbare Anzeichen für erhöhte Körperfettmasse und damit verbundene Risiken auf. Diese Erkenntnis befeuert die Debatte, ob Adipositas nur ein Risikofaktor oder eine eigenständige Krankheit ist. Die WHO stuft Fettleibigkeit bereits als Krankheit ein. Die Studienautoren fordern nun ein neues, differenzierteres Verständnis, das über den simplen BMI hinausgeht.
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Was bedeutet das für unser Gesundheitssystem?
Die neuen Erkenntnisse könnten weitreichende Folgen haben. Eine präzisere Definition von klinischer Adipositas würde Ärzten ermöglichen, Risikopatienten früher zu erkennen. Ziel ist eine gerechtere medizinische Versorgung und besser fundierte politische Entscheidungen. Die Studie liefert starke Argumente für Initiativen wie eine verständlichere Nährwertkennzeichnung oder die Förderung gesunder Verpflegung in Schulen und Kantinen.
Prävention beginnt auf dem Teller
Angesichts der klaren Gesundheitsrisiken rücken präventive Ernährungsstrategien in den Fokus. Experten wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) betonen seit Langem die Vorteile einer pflanzenbetonten Kost. Ihre Empfehlung: Die Ernährung sollte zu mindestens drei Vierteln aus pflanzlichen Lebensmitteln bestehen. Eine solche Kost, reich an Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchten, schützt aktiv die Gesundheit. Ein wichtiger Schritt ist dabei, den Fleischkonsum auf maximal 300 Gramm pro Woche zu reduzieren.
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Der Feind im Regal: Hochverarbeitete Lebensmittel
Ein Haupttreiber für Übergewicht ist der hohe Konsum industriell stark verarbeiteter Produkte. Diese enthalten oft viel Zucker, ungesunde Fette und Salz – bei geringem Nährwert. Experten raten deshalb zu naturbelassenen Lebensmitteln. Selbst zu kochen gibt die Kontrolle über die Zutaten zurück. Der Fokus sollte darauf liegen, den Speiseplan sinnvoll zu ergänzen, etwa mit mehr Gemüse, anstatt Lebensmittel rigoros zu streichen.
Mehr als nur Essen: Die richtigen Gewohnheiten
Ein vitales Leben hängt nicht nur vom Was, sondern auch vom Wie ab. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von 1,5 bis 2 Litern Wasser oder ungesüßtem Tee täglich ist essenziell. Regelmäßige Mahlzeiten helfen zudem, den Blutzuckerspiegel stabil zu halten und Heißhunger vorzubeugen. Der Trend geht weg von kurzfristigen Diäten hin zu langfristigen, alltagstauglichen Gewohnheiten. Diese Regelmäßigkeit unterstützt den Körper effektiver als jede radikale "Detox"-Kur.
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