Bewegungsmangel, Senioren

Bewegungsmangel bei Senioren wird zur Volkskrankheit

16.01.2026 - 07:56:12

Körperliche Inaktivität im Alter erhöht das Risiko für chronische Krankheiten und Pflegebedürftigkeit. Neue Präventionsprogramme und digitale Helfer sollen die Mobilität fördern.

Bewegungsmangel bei Älteren entwickelt sich zu einem der größten vermeidbaren Gesundheitsrisiken. Obwohl die WHO klare Mindestziele vorgibt, erreicht ein Großteil der Generation 65 plus in Deutschland diese nicht. Die Folgen reichen von chronischen Krankheiten bis zum Verlust der Selbstständigkeit.

Ein Teufelskreis mit vielen Ursachen

Die Gründe für die Inaktivität sind komplex. Körperliche Beschwerden wie Arthrose oder nachlassende Muskelkraft schränken die Mobilität ein und erhöhen die Sturzangst. Doch nicht nur das: Soziale Isolation und Einsamkeit bremsen die Motivation erheblich aus. Fehlende Alltagsstrukturen und manchmal auch Hörstörungen verkleinern den Lebensradius zusätzlich.

Die Konsequenzen dieses Stillstands sind gravierend:
* Körperliche Inaktivität ist ein Hauptrisikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmte Krebsarten.
* Ein Teufelskreis aus Muskelabbau und schwindendem Gleichgewicht erhöht die Sturzgefahr – eine häufige Ursache für Pflegebedürftigkeit.
* Auch die geistige Gesundheit leidet: Bewegungsmangel kann Depressionen begünstigen und den kognitiven Abbau beschleunigen.

Digitale Helfer und neue Programme sollen motivieren

Angesichts dieser Herausforderungen setzen Präventionsprogramme auf niedrigschwellige Ansätze. Initiativen wie das “AlltagsTrainingsProgramm” integrieren Bewegung direkt in den Lebensumfeld – ohne sportliche Höchstleistungen.

Anzeige

Muskelschwund und Sturzgefahr nehmen mit dem Alter zu – oft genügen wenige, gezielte Übungen, um Mobilität und Selbstständigkeit zu stärken. Das kostenlose E‑Book „Krafttrainings-Übungen“ bietet sechs einfach umzusetzende Übungen speziell für Menschen ab 50, inklusive Schritt-für-Schritt-Anleitungen, Intensitätsstufen und Tipps zur schmerzarmen Ausführung. Ohne Fitnessstudio trainieren Sie Kraft und Balance, reduzieren Rücken- und Gelenkschmerzen und gewinnen mehr Sicherheit im Alltag. Der Guide wurde von Experten entwickelt und kommt direkt per E‑Mail. Gratis‑PDF mit den 6 Übungen anfordern

Immer wichtiger werden dabei digitale Technologien. Spezielle Gesundheits-Apps für Senioren bieten angeleitete Übungen für zu Hause und senken so die Hemmschwelle. Apps wie “Senioren Fitness” ermöglichen sichere Workouts, andere helfen bei der Medikamentenverwaltung oder der Pflege sozialer Kontakte.

Ist es für mehr Bewegung schon zu spät?

Die gute Nachricht lautet: Nein. Experten betonen, dass selbst geringe Steigerungen der Aktivität bei bisher Inaktiven einen deutlichen Gesundheitsnutzen haben. Die Zukunft liegt in einem ganzheitlichen Ansatz.

Dazu gehören individuelle Beratung genauso wie eine bewegungsfreundliche Umwelt mit barrierefreien Wegen und leicht zugänglichen Angeboten. Die Verknüpfung von Gesundheitsförderung und sozialen Treffpunkten ist entscheidend, um der Isolation entgegenzuwirken. Letztlich ist jede Investition in mehr Bewegung eine Investition in Lebensqualität.

@ boerse-global.de