Bewegung, Gehirn

Bewegung schützt das Gehirn besser als gedacht

16.02.2026 - 07:00:12 | boerse-global.de

Neue Studien belegen, dass bereits moderate Bewegung die Gehirngesundheit fördert, die Gedächtnisleistung stabilisiert und das Demenzrisiko signifikant reduziert.

Bereits leichte Alltagsaktivität senkt das Demenzrisiko deutlich. Das belegt eine neue wissenschaftliche Auswertung, die den Zusammenhang zwischen körperlicher Bewegung und Gehirngesundheit untermauert. Die Forschung zeigt: Es muss kein Hochleistungssport sein, um die kognitiven Fähigkeiten zu fördern und das Gehirn langfristig zu schützen.

Was im Kopf beim Sport passiert

Bewegung löst eine ganze Kaskade positiver Effekte im Gehirn aus. Ein zentraler Mechanismus ist die verbesserte Durchblutung, die für eine optimale Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen sorgt. Gleichzeitig wird die Produktion des Wachstumsfaktors BDNF angeregt.

Dieses Protein ist entscheidend für das Überleben von Nervenzellen und fördert sogar die Bildung neuer Zellen – vor allem im Hippocampus. Diese Gehirnregion ist für Gedächtnis und Lernen zuständig. Studien zeigen: Regelmäßige Bewegung kann ihr Volumen vergrößern und die Gedächtnisleistung stabilisieren.

Die effektivsten Sportarten für den Kopf

Welches Training bringt den größten Nutzen? Die Forschung empfiehlt eine Mischung:
* Ausdauertraining wie Laufen oder Schwimmen fördert Durchblutung und BDNF.
* Krafttraining hat ebenfalls positive Effekte auf die kognitive Leistung.
* Komplexe Aktivitäten wie Tanzen oder Tennis sind besonders wirksam, weil sie Körper und Geist gleichzeitig fordern.

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Eine kürzlich veröffentlichte chinesische Studie liefert eine ermutigende Botschaft: Sogar „Weekend Warriors“, die ihr wöchentliches Sportpensum an nur ein bis zwei Tagen absolvieren, können ihr Risiko für Krankheiten wie Demenz signifikant senken.

Bewegung als Demenz-Vorsorge

Die Zahlen unterstreichen die Dringlichkeit: In Deutschland leben rund 1,8 Millionen Menschen mit Demenz, bis 2050 könnten es 2,7 Millionen sein. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) setzt regelmäßige körperliche Aktivität daher an die Spitze ihrer Demenzpräventions-Leitlinien.

Bewegung wirkt dabei doppelt: Sie erhält direkt die Gehirnstruktur und bekämpft indirekt Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes und Übergewicht. Die WHO-Empfehlung lautet: Mindestens 150 Minuten moderate oder 75 Minuten intensive Aktivität pro Woche.

Der Trend geht zur personalisierten „Bewegungs-Pille“

Die Zukunft der Forschung zielt auf maßgeschneiderte Empfehlungen. Könnte es spezifische „Bewegungsrezepte“ geben, um gezielt das Gedächtnis oder die Konzentration zu verbessern? Wissenschaftler untersuchen diese Frage und erforschen vertieft die Rolle der Myokine.

Diese Botenstoffe werden bei Muskelaktivität freigesetzt und kommunizieren direkt mit dem Gehirn. Dieser Muskel-Hirn-Dialog könnte völlig neue Therapieansätze eröffnen. Der ganzheitliche Ansatz setzt sich durch: Bewegung, Ernährung, sozialer Austausch und lebenslanges Lernen gelten als die vier tragenden Säulen für ein gesundes Gehirn – bis ins hohe Alter.

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