Betrüger, Euro

Betrüger erbeuten 1.200 Euro von Seniorin in Bingen

24.01.2026 - 19:22:12

Eine 83-jährige Frau in Bingen verlor Geld und Bankdaten an Betrüger, die sich als Bankangestellte ausgaben. Die Polizei warnt vor der bundesweit bekannten Masche und gibt Verhaltenstipps.

Ein dreister Betrug mit falschen Bankmitarbeitern hat eine 83-jährige Frau in Bingen (Landkreis Sigmaringen) um 1.200 Euro gebracht. Die Masche folgt einem bundesweit bekannten Muster, bei dem Kriminelle gezielt das Vertrauen älterer Menschen ausnutzen. Die Polizei warnt eindringlich vor der perfiden Vorgehensweise.

Perfide Masche: Telefonangst und Haustürbesuch

Am vergangenen Freitagnachmittag begann der Betrug mit einem Anruf. Ein Unbekannter gab sich als Bankmitarbeiter aus und behauptete, 3.000 Euro seien unrechtmäßig vom Konto der Seniorin abgebucht worden. Das Konto sei nun gesperrt, erklärte er. Um Schlimmeres zu verhindern und eine neue Karte ausstellen zu können, müsse die alte sofort eingezogen werden.

Kurze Zeit später erschien ein Komplize persönlich an ihrer Haustür. Die verunsicherte Frau übergab ihm nicht nur ihre Bankkarte, sondern nannte auch die dazugehörige PIN. Der Täter überzeugte sie zudem, mehrere 50-Euro-Scheine seien Falschgeld – und nahm sie an sich. Mit den erbeuteten Daten hoben die Betrüger anschließend an einem Geldautomaten Bargeld ab.

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Kein Einzelfall: Landesweite Warnung der Polizei

Der Fall in Bingen reiht sich in eine Serie ähnlicher Betrugsmaschen ein. Ob in Weinheim, Reutlingen oder anderen Gemeinden – die Taktik ist stets ähnlich. Die Täter geben sich als Bankangestellte, Polizisten oder andere Autoritätspersonen aus. Ihr Ziel: an sensible Daten und Wertgegenstände zu gelangen.

Dabei bauen sie gezielt psychologischen Druck auf. Oft halten sie ihre Opfer stundenlang am Telefon, um zu verhindern, dass diese Familie oder die echte Bank kontaktieren. Die Polizei stellt klar: Weder Banken noch die Polizei fordern jemals telefonisch PINs an oder lassen Karten an der Haustür abholen.

So schützen Sie sich vor Betrug

Angesichts der Vorfälle appelliert die Polizei an eine gesunde Skepsis. Die wichtigsten Regeln:
* Beenden Sie verdächtige Anrufe sofort.
* Geben Sie niemals persönliche Daten, Kontoinformationen oder PINs am Telefon preis.
* Lassen Sie keine Unbekannten in die Wohnung, die Wertgegenstände abholen wollen.
* Kontaktieren Sie im Zweifel selbst Ihre Bank über die offizielle Nummer oder wählen Sie den Polizei-Notruf 110.

Die Kriminalpolizeidirektion Friedrichshafen ermittelt und bittet um sachdienliche Hinweise. Wachsamkeit ist der beste Schutz vor dem finanziellen und emotionalen Schaden, den solche Betrüger anrichten.

@ boerse-global.de