Schweiz, USA

Trump will Pharmakonzerne zu günstigeren Preisen zwingen

31.07.2025 - 20:56:13

Bei seinen Bemühungen um deutlich niedrigere Medikamentenpreise nimmt US-Präsident Donald Trump große Pharmakonzerne in die Pflicht.

Binnen 60 Tagen sollten Hersteller wie Eli Lilly US5324571083, Novartis CH0012005267 und Pfizer US7170811035 sicherstellen, dass Geringverdiener stärker von einer Bestpreisgarantie für Medikamente profitieren und neue Arzneien automatisch zum niedrigsten Preis angeboten werden. Zudem sollen im Ausland erzielte Mehreinnahmen an amerikanische Patienten und Steuerzahler zurückfließen, wie Trumps Sprecherin Karoline Leavitt am Donnerstag vor Journalisten erklärte. In Briefen an 17 große Pharmakonzerne setzte er eine Frist bis zum 29. September.

Trump sind günstigere Medikamentenpreise ein wichtiges Thema: Bereits Mitte Mai unterzeichnete er ein entsprechendes Dekret. In den USA gibt es bislang keine zentrale staatliche Regulierung dafür. Die Pharmaindustrie hat entscheidend Einfluss darauf, wie viel Arzneien kosten, während der Staat nur begrenzt Einfluss darauf hat. In Deutschland gibt es hingegen Regulierungen.

Trump bereits zuvor mit Idee erfolglos

Schon während seiner ersten Amtszeit hatte Trump erfolglos versucht, die Erstattungspreise für Medikamente an den niedrigsten Preis wohlhabender Vergleichsländer zu koppeln - damit sollten die Preise in den USA gesenkt werden. Der Vorschlag wurde nie umgesetzt, es gab rechtlichen und politischen Widerstand. Unklar war nach der Ankündigung Leavitts am Donnerstag, wie genau die Bestpreisgarantie für neue Arzneien funktionieren soll. So merkte eine CNBC-Journalistin an, dass die "Most Favored Nation"-Preisgestaltung - so heißt die Bestpreisgarantie - sich an Preisen im Ausland orientiert. Das Problem: Neue Medikamente werden üblicherweise als Erstes auf dem US-Markt eingeführt, sodass es keine Vergleichsmöglichkeit für geringere Preise gibt.

@ dpa.de | CH0012005267 SCHWEIZ

Weitere Meldungen

Rasches Ende der Ukraine-Gespräche in Genf. In den Blickpunkt gerät der russische Verhandlungsleiter. Ein Tag intensiver Verhandlungen, dann ein unerwartet schnelles Ende - Moskau und Kiew trennen sich ohne Ergebnis. (Ausland, 18.02.2026 - 13:43) weiterlesen...

Moskau und Kiew beenden Verhandlungen nach zwei Stunden Nur knapp zwei Stunden – dann war Schluss: Warum Russland und die Ukraine ihre Gespräche beendeten und was Selenskyj hinter den Kulissen vermutet. (Ausland, 18.02.2026 - 11:23) weiterlesen...

Ukraine und Russland setzen Verhandlungen in Genf fort. Die USA nehmen erneut die Rolle des Vermittlers ein. Während der Jahrestag der Invasion naht, setzen die Ukraine und Russland ihre Verhandlungen über ein Kriegsende fort. (Ausland, 18.02.2026 - 10:13) weiterlesen...

Ukraine-Krieg: Selenskyj offen für Referendum zu Frontlinie. Stundenlang verhandeln Ukrainer und Russen über ein Ende des vierjährigen Krieges. Auch Verbündete der Ukraine sind nach Genf gereist. Präsident Selenskyj erklärt, welche Lösung er akzeptabel fände. Ukraine-Krieg: Selenskyj offen für Referendum zu Frontlinie (Ausland, 18.02.2026 - 04:15) weiterlesen...

Skepsis nach Verhandlungen zwischen USA und Iran bleibt groß. Der Iran berichtet von einer Einigung auf eine Reihe «leitender Prinzipien». Washington und Teheran haben ihre Verhandlungen zunächst beendet. (Ausland, 17.02.2026 - 15:49) weiterlesen...

Ukrainer und Russen verhandeln über Kriegsende in Genf Unter US-Vermittlung setzen Russen und Ukrainer bis morgen ihre Verhandlungen über ein Kriegsende in Genf fort. (Ausland, 17.02.2026 - 15:16) weiterlesen...