Beckum, Offensive

Beckum startet digitale Offensive mit Bürger-App und Online-Behörde

13.01.2026 - 08:54:12

Die Stadt Beckum treibt ihre digitale Transformation mit der Initiative „BE smart“ voran. Neue Services wie ein Online-Bürgerbüro und eine Meldungs-App sollen den Alltag erleichtern und die Verwaltung modernisieren.

Die Stadt Beckum treibt ihre digitale Transformation mit einem neuen Service-Paket voran. Kernstücke sind eine digitale Bürgerservices-Plattform und eine App für Meldungen aus dem Stadtbild.

Die nordrhein-westfälische Kommune hat diese Woche eine umfassende digitale Broschüre und einen Imagefilm veröffentlicht. Sie präsentieren die Fortschritte der Initiative „BE smart“. Ziel ist es, Transparenz zu schaffen und die Bürgerbeteiligung zu erhöhen. Die Materialien zeigen, welche Projekte bereits umgesetzt wurden und welche in Arbeit sind.

Vom Online-Termin bis zur Schlagloch-Meldung

Im Fokus stehen konkrete Dienstleistungen für den Alltag. Das digitale Bürgerbüro ermöglicht es, viele Anträge rund um die Uhr online zu stellen. Für Angelegenheiten, die einen persönlichen Besuch erfordern, gibt es ein Online-Terminsystem. Es soll Wartezeiten im Rathaus minimieren.

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Weitere Services umfassen den digitalen Kauf von Tickets für städtische Kulturveranstaltungen. Auch Gutscheine und Kursbuchungen für die städtischen Schwimmbäder sind online möglich. Ein zentrales Werkzeug ist die „Meldoo-App“. Mit ihr können Bürger Probleme wie Straßenschäden, defekte Straßenlaternen oder illegale Müllablagerungen direkt an die zuständigen Ämter melden.

Strategie: Digitalisierung als Antwort auf Stadtentwicklung

Hinter den Services steht eine Digitalisierungsstrategie, die die Stadt seit 2022 entwickelt und 2025 aktualisiert hat. Die Vision „Gemeinsam digital in modernen Arbeitswelten“ beschreibt einen kontinuierlichen Prozess hin zum digitalen Rathaus.

Die Strategie betont, dass digitale Lösungen kein Selbstzweck sind. Sie sollen konkrete Antworten auf reale Herausforderungen geben. Dazu zählen Hochwasserschutz, die Belebung der Innenstadt und der Dorfkerne, die Energieversorgung und soziale Teilhabe.

Der Name „BE smart“ ist ein Aufruf zur Mitwirkung. Die Stadt will das Potenzial von Bürgern, Unternehmen, Vereinen und Institutionen bündeln. Ein weiterer Baustein ist die Teilnahme an der „Smart Region Kreis Warendorf“. In diesem Verbund arbeiten zwölf weitere Kommunen und der Kreis an übergreifenden Smart-City-Konzepten.

Kita-Platzsuche per Navigator und AR-Stadtführung

Die Initiative integriert Technologie nahtlos in den Alltag. Für Familien bietet der digitale „Kita-Navigator“ einen transparenten Überblick über Betreuungsplätze. Die Anmeldung erfolgt direkt online.

Im Tourismus setzt Beckum auf Augmented Reality. Die Figur „Kater Rumskedi“ führt Besucher per Smartphone durch die Stadtgeschichte. Für die lokale Wirtschaft hat die Digitalisierung ebenfalls Vorteile: Gewerbean-, -ab- und -ummeldungen sind nun vollständig online möglich.

Intern modernisiert die Verwaltung ihre Abläufe. Ziel sind effizientere Prozesse, eine bessere Dokumentenverfügbarkeit und vereinfachte Genehmigungswege. Das spart letztlich Papier und Kosten.

Analyse: Kleinstadt setzt auf pragmatische Lösungen

Beckums Weg folgt einem globalen Trend. Immer mehr kleine und mittlere Städte nutzen Smart-City-Konzepte. Anders als Metropolen mit ihren Großprojekten setzt Beckum auf einen bürgerzentrierten Ansatz. Die neu veröffentlichten Kommunikationsmittel sind strategisch wichtig. Sie sollen Akzeptanz schaffen und das abstrakte Konzept „Smart City“ mit Leben füllen.

Experten betonen, dass der Erfolg der digitalen Transformation im öffentlichen Sektor von klarer Kommunikation lebt. Beckum baut mit sichtbaren Services wie dem digitalen Bürgerbüro Vertrauen auf. Die Aktualisierung der Strategie 2025 zeigt eine anpassungsfähige Haltung. Sie erlaubt es, auf neue Technologien und sich wandelnde Bedürfnisse zu reagieren.

Ausblick: Der Weg zur Smart City ist ein Marathon

Die Stadtverwaltung betont, dass die Reise zur vollständig digitalen Stadt noch nicht abgeschlossen ist. In einigen Bereichen, wie der Baugenehmigungsbehörde, sind noch grundlegende Digitalisierungsarbeiten nötig. Erst danach können weitere digitale Services folgen.

Die nächsten Phasen von „BE smart“ werden voraussichtlich eine tiefere Integration digitaler Tools und eine Erweiterung der Online-Dienste umfassen. Die Bürgerbeteiligung bleibt zentral. Über das Portal „Beteiligung NRW“ können Ideen eingebracht sowie an Umfragen und Workshops teilgenommen werden. Diese Mitgestaltung soll sicherstellen, dass Beckums digitale Zukunft den Bedürfnissen seiner Bürger entspricht.

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