Bahn tauscht historische Brücke an der Hamburger Sternschanze aus
06.03.2026 - 20:30:54 | boerse-global.deDie Deutsche Bahn hat heute das erste von drei neuen Brückenteilen an der Schanzenstraße in Hamburg eingehoben. Damit erreicht der Austausch der maroden Eisenbahnüberführung einen entscheidenden Höhepunkt. Die alte Stahlkonstruktion aus dem Jahr 1903 war abgerissen worden.
Präzisionsarbeit mit dem "Tausendfüßler"
Auf engstem Raum im dicht bebauten Szeneviertel vollzog sich die logistische Meisterleistung. Ein spezielles Schwerlastfahrzeug, ein sogenannter Tausendfüßler, setzte das erste 24 Meter lange und 4,5 Meter hohe Segment millimetergenau ab. Insgesamt bringen die drei vormontierten Teile 361 Tonnen auf die Waage.
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Die beiden verbleibenden Segmente sollen noch an diesem Wochenende folgen. Projektleiter Tim Wegner von der Bahn zeigte sich erleichtert über das aktuelle Wetter. Im Winter hatten eisige Temperaturen die Arbeiten massiv erschwert – der Beton musste ständig beheizt werden, um den Zeitplan zu halten.
Neubau im historischen Gewand
Die neue Brücke orientiert sich optisch stark an ihrem denkmalgeschützten Vorgänger. Sie erstrahlt im klassischen Grünton und bekommt detaillierte Verzierungen am Geländer. Damit soll die Industriearchitektur des historischen Umfelds gewürdigt werden.
Doch unter der Hülle steckt moderne Technik. Die alte Konstruktion war bereits 2020 notverstärkt worden. Bis zu 900 Züge täglich rollen über diesen Abschnitt der Verbindungsbahn zwischen Hauptbahnhof und Altona. Der Neubau soll dieser Belastung für die nächsten 100 Jahre standhalten.
Geduldsprobe für Pendler
Die Bauarbeiten bringen massive Einschränkungen mit sich. Die Verbindungsbahn ist aktuell voll gesperrt, die Schanzenstraße für Fußgänger nicht passierbar. Die Bahn hat Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, bestimmte S-Bahn-Takte fallen aus.
Ab dem 13. März soll die S-Bahn in Richtung Hauptbahnhof wieder pendeln können. Für Fern- und Regionalverkehr ist die Strecke voraussichtlich ab dem 19. März wieder frei. Bis dahin müssen Reisende Umleitungen und Teilersatzverkehr in Kauf nehmen.
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Straßensperrung bis 2027
Während die Züge bald wieder rollen, dauern die Einschränkungen auf Straßenebene deutlich länger. Der Autoverkehr wird voraussichtlich erst Anfang 2027 wieder unter der Brücke hindurchfließen können.
Für die ansässigen Geschäfte und Gastronomen bedeutet das eine harte Geduldsprobe. Branchenbeobachter rechnen kurzfristig mit Frequenzrückgängen. Langfristig aber wertet die moderne, sichere Infrastruktur das gesamte Viertel auf. Die neuen, stützenfreien Konstruktion eröffnet zudem neue Möglichkeiten für die Raumaufteilung darunter.
Nächste Schritte bis zur Vollendung
Nach dem Einbau der Stahlsegmente folgen in den kommenden Wochen die Anbindung der Gleise und die Installation von Oberleitungen und Signalanlagen. Diverse Restarbeiten sollen bis zum Herbst erledigt sein.
Das Projekt an der Schanzenstraße ist Teil eines umfassenden Modernisierungsprogramms in Hamburg. Auch an der nahegelegenen Sternbrücke und der Holstenstraße laufen bereits umfangreiche Bauarbeiten. Die Investitionen sollen die Grundlage für eine nachhaltige Mobilität in der wachsenden Stadt schaffen.
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