Autonomes Fahren: Weltweit startet die kommerzielle Phase
22.01.2026 - 06:23:12Autonome Fahrzeuge verlassen weltweit die Testphase und drängen in den Alltag. Von neuen Robotaxi-Diensten im Nahen Osten bis zu Lkw-Tests in Europa markiert diese Woche eine neue Stufe der kommerziellen Nutzung.
China setzt auf staatlich gelenkten Ausbau. Die südchinesische Provinz Guangdong hat eine umfassende Strategie für intelligentes Fahren vorgestellt. Sie fördert die Erforschung von Kerntechnologien und erweitert Testgebiete. In Pilotzonen wie dem Nansha-Bezirk in Guangzhou sind bereits Firmen wie Pony AI und WeRide mit fahrerlosen Dienstleistungen aktiv. Shenzhen treibt unterdessen den großflächigen Einsatz autonomer Fahrzeuge für Logistik und Parkverkehr voran.
Robotaxis erobern neue Märkte. In Abu Dhabi startete der chinesische Tech-Riese Baidu in dieser Woche einen vollständig fahrerlosen kommerziellen Taxidienst. In Kooperation mit dem lokalen Unternehmen AutoGo sind die Apollo Go-Robotaxis auf Yas Island per App buchbar. Die Partner planen, die Flotte 2026 auf Hunderte Fahrzeuge auszubauen – die größte fahrerlose Flotte des Emirats.
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USA: Stadt für Stadt in den Regelbetrieb
In den Vereinigten Staaten schreitet die Markterschließung weiter voran. In Florida testet Waymo nun fahrerlose Taxis auf den Straßen Orlandos. Ein Stadtrat bestätigte, dass der vollständige kommerzielle Start bereits im März 2026 erfolgen könnte. Dies folgt auf den Betriebsstart in Miami und markiert eine bedeutende Expansion des Google-Schwesterunternehmens im Sunshine State.
Einen strategischen Neustart vollzieht Motional, ein von Hyundai unterstütztes Unternehmen. Es kündigte einen Robotaxi-Service in Las Vegas an. Noch in diesem Jahr soll der Betrieb mit Sicherheitsfahrern starten, mit dem Ziel, bis Ende 2026 auf fahrerlosen Betrieb umzustellen. Dieser phasierte Ansatz in einer Unterhaltungsmetropole zeigt die Strategie, günstige urbane Umgebungen für Erfahrung und Akzeptanz zu nutzen.
Europas Fokus liegt auf autonomen Lkw
Während Personentransporte Schlagzeilen machen, setzt Europa einen strategischen Schwerpunkt auf die Logistik. Der Nutzfahrzeughersteller Iveco und die Technologiefirma PlusAI bauen ihre Partnerschaft aus, um Level-4-autonome Lkw in Spanien einzusetzen. Das Pilotprojekt, das erste dieser Art in Südeuropa, startet 2026 auf der wichtigen Frachtroute zwischen Madrid und Saragossa. Zwei IVECO S-Way-Lkw mit dem „SuperDrive“-System sollen Sicherheit, Effizienz und Nachhaltigkeit im Güterverkehr verbessern.
Diese Initiative wird durch regulatorische Erleichterungen in den USA flankiert. Die Verkehrsbehörde FMCSA verlängerte eine befristete Ausnahmegenehmigung für Warnleuchten-Vorschriften bis Anfang April 2026 – ein kleiner, aber wichtiger Schritt für Entwickler autonomer Lkw.
Regionale Strategien prägen das globale Rennen
Die Häufung der Ankündigungen in einer Woche zeigt einen Wendepunkt: Die Branche tritt aus der reinen Forschungs- in die gezielte Einsatzphase. Die regionalen Ansätze unterscheiden sich deutlich.
China setzt auf starke, staatlich gelenkte Industriepolitik, um ein Ökosystem für Entwicklung und Anwendung zu schaffen. Die USA zeigen ein wettbewerbsorientiertes, marktgetriebenes Bild, in dem Firmen einzelne Städte erschließen. Europas Fokus auf den hochwertigen Lkw-Sektor adressiert wirtschaftliche und logistische Kernbedürfnisse. Der erfolgreiche Start in Abu Dhabi beweist, wie Partnerschaften zwischen globalen Tech-Firmen und lokalen Partnern unter klaren Regeln schnell fahrerlose Dienste realisieren können.
Für 2026 zeichnet sich ein klares Bild ab: Waymos Start in Orlando steht bevor, in Abu Dhabi wächst die Flotte, und die Lkw-Tests in Spanien werden weltweit auf ihre Praxistauglichkeit geprüft. Der Erfolg dieser lokalen Roll-outs wird die Politik und öffentliche Wahrnehmung prägen – und damit die Zukunft der autonomen Mobilität.
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