Apple verschiebt Siri-Revolution: KI-Features fallen aus
13.02.2026 - 22:40:12Apple muss den großen Wurf bei seiner virtuellen Assistentin Siri verschieben. Mehrere Kernfunktionen der angekündigten KI-Offensive werden nicht wie geplant im März erscheinen. Grund sind erhebliche Performance-Probleme in internen Tests.
Die Tech-Firma bestätigte zwar das Ziel einer „intelligenteren Siri“ für 2026, nannte aber keinen neuen konkreten Zeitplan. Der Rückschlag unterstreicht den enormen technischen Druck, unter dem Apple im Wettrennen um generative KI steht. Das Unternehmen muss dabei seine strengen Datenschutzprinzipien und On-Device-Verarbeitung mit leistungsstarker Innovation in Einklang bringen.
Gestaffelter Rollout statt Big Bang
Eigentlich sollten die KI-Features mit dem iOS 26.4-Update im März an den Start gehen. Doch dieser Plan ist vom Tisch. Testversionen der neuen Siri sollen Anfragen fehlerhaft verarbeitet, langsam reagiert und Befehle unzuverlässig ausgeführt haben.
Statt eines großen Updates setzt Apple nun auf einen gestaffelten Rollout über das ganze Jahr. Einige Funktionen könnten auf iOS 26.5 (voraussichtlich Mai) verschoben werden, die ambitioniertesten Teile sogar auf iOS 27 im September. Das bedeutet: Nutzer erhalten die neue Siri nicht in einem Paket, sondern in Häppchen.
Welche Funktionen warten müssen
Betroffen von der Verzögerung sind zwei zentrale Versprechen der „Apple Intelligence“-Strategie.
Zum einen die Fähigkeit, persönlichen Kontext aus verschiedenen Apps zu verstehen. Siri sollte so etwa in alten Nachrichten nach einem bestimmten Link suchen und ihn sofort öffnen können.
Zum anderen liegt das „App Intents“-Framework auf Eis. Es soll Siri ermöglichen, mehrstufige, app-übergreifende Aktionen mit einem Sprachbefehl auszuführen. Ein Beispiel: „Finde das Bild, das ich letzte Woche am Strand gemacht habe, schneide es zu und schicke es an Jane.“ Solche Befehlsketten erwiesen sich in Tests als noch nicht ausgereift.
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Technische Hürden und Wettbewerbsdruck
Im Kern der neuen Siri steckt eine Partnerschaft mit Google und dessen Gemini-KI-Modellen. Doch selbst mit dieser externen Hilfe kämpft Apple mit der Integration der leistungsfähigen Cloud-Modelle in seine datenschutzorientierte On-Device-Architektur.
Der Zeitpunkt des Rückschlags ist brisant. Investoren und Kunden erwarten seit langem einen deutlichen Fortschritt bei KI. Konkurrenten wie Google und Amazon haben ihre Assistenten bereits mit fortschrittlicherer Konversations-KI ausgestattet. Die Verzögerung nährt den Eindruck, dass Apple im KI-Rennen noch immer hinterherläuft.
Was kommt als Nächstes?
Trotz der Verschiebung und eines leichten Kursrutsches an der Börse hält Apple am Ziel für 2026 fest. Interne Software-Versionen enthalten nun angeblich einen „Vorschau“-Schalter. Das deutet auf einen vorsichtigeren, beta-ähnlichen Rollout der neuen Funktionen hin.
Für iPhone-Nutzer bedeutet das: Die Wartezeit auf die nächste Siri-Generation verlängert sich. Alle Augen richten sich nun auf die WWDC im Sommer. Dort wird Apple voraussichtlich iOS 27 vorstellen und seine KI-Ambitionen detaillierter skizzieren. Der Erfolg dieses gestaffelten Neustarts ist entscheidend – sowohl für das iPhone 18 als auch für den Beweis, dass Apples datenschutzfreundlicher KI-Ansatz am Ende überzeugen kann.
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