Apple, Siri-Revolution

Apple verschiebt Siri-Revolution erneut – KI-Features erst später 2026

12.02.2026 - 15:30:12

Die mit Googles Gemini betriebene Siri-Überholung wird auf mindestens Mai verschoben. Das aktuelle iOS-Update reagiert mit einem neuen Android-Migrationstool auf EU-Vorgaben.

Die lang erwartete, von Googles Gemini-Modellen angetriebene Siri-Überholung wird für iPhone-Nutzer erneut verschoben. Statt im März kommen die KI-Features nun frühestens im Mai oder sogar erst im Herbst. Derweil bringt das heute veröffentlichte iOS 26.3 vor allem regulatorische Anpassungen und Sicherheitsupdates.

Siri mit Gemini: Zu unzuverlässig für den Start

Eigentlich sollte die nächste Generation des Sprachassistenten mit iOS 26.4 im März starten. Doch interne Tests offenbarten laut Berichten von Bloomberg erhebliche Probleme. Die neue Siri soll in der Beta-Phase häufig Anfragen falsch verstanden, langsam reagiert und an mangelnder Genauigkeit gelitten haben. Diese Zuverlässigkeitsmängel zwingen die Ingenieure nun zu einer Verlängerung der Entwicklungszeit.

Die verschobenen Features sind zentral für die „Apple Intelligence“-Strategie. Dazu gehört die Fähigkeit, persönliche Daten über App-Grenzen hinweg zu nutzen. Die Möglichkeit, Siri zu bitten, einen bestimmten Podcast aus einer Nachrichten-App zu finden und sofort abzuspielen, wird damit frühestens Mitte des Jahres Realität.

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iOS 26.3: EU-Zwang bringt Android-Transfer-Tool

Während die KI-Revolution pausiert, reagiert Apple auf europäischen Druck. Das Update iOS 26.3 führt ein neues Datenmigrationstool ein. Es erleichtert den Wechsel vom iPhone zu Android-Geräten erheblich. Diese „Transfer zu Android“-Funktion ist eine direkte Antwort auf den Digital Markets Act (DMA) der EU, der Datenportabilität vorschreibt.

Neben diesem Tool schließt das Update 39 kritische Sicherheitslücken. Experten raten Nutzern dringend zur sofortigen Installation des Patches.

Wettbewerber springen in die Lücke – auch im Auto

Die Verzögerung bei Apple eröffnet Konkurrenten Spielraum. Google hat bereits reagiert und seinen Fitbit AI-Gesundheitscoach, der generative KI nutzt, für iPhone-Nutzer freigegeben. Dieser Service war zuvor Android-exklusiv.

Zudem plant Apple laut Branchenkreisen, sein CarPlay-System für Dritt-Anbieter von KI-Chatbots zu öffnen. Fahrer könnten dann Dienste wie ChatGPT oder Google Gemini direkt über das Fahrzeug-Display nutzen – und wären weniger auf die aktuell limitierte Siri-Version angewiesen.

Wann kommt die KI-Wende? Blicke richten sich auf Event

Die wiederholten Verzögerungen zeigen die Schwierigkeit, generative KI zuverlässig und datenschutzkonform in das geschlossene Apple-Ökosystem zu integrieren. Die Partnerschaft mit Google liefert zwar die Modelle, die Integrationsebene bleibt jedoch komplex.

Die Branche blickt nun auf den 19. Februar. An diesem Tag wird Apple voraussichtlich eine Produktpräsentation abhalten, bei der das „iPhone 17e“ erwartet wird. Ob es dort auch neue Klarheit für die KI-Roadmap gibt oder die Nutzer bis zur WWDC im Juni warten müssen, ist noch offen. Für viele bleibt Siri vorerst ein Assistent mit unerfülltem Potenzial.

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