Apple, KI-Spitzenkräfte

Apple verliert KI-Spitzenkräfte an Meta und Google

31.01.2026 - 08:14:12

Mehrere führende KI-Experten verlassen Apple zugunsten von Konkurrenten, während das Unternehmen für die Modernisierung von Siri auf Google-Technologie angewiesen ist.

Apple kämpft mit einer Abwanderungswelle in seiner KI-Forschung. In den letzten Wochen wechselten mindestens vier prominente Forscher und ein Siri-Manager zu den Konkurrenten Meta und Google DeepMind. Die Abgänge gefährden die eigenen Ambitionen des iPhone-Konzerns in der künstlichen Intelligenz.

Die jüngsten Wechsel unterstreichen einen anhaltenden „Brain Drain“, der Apples KI-Teams seit einem Jahr beschäftigt. Der Zeitpunkt ist brisant: Apple bereitet große KI-Updates für seine Kernprodukte vor und verlässt sich bei der Modernisierung seines Sprachassistenten Siri auf die Expertise von Google. Diese Abhängigkeit von einem Hauptkonkurrenten hat laut Berichten interne Unzufriedenheit geschürt.

Schlüsselpersonal wandert zu Konkurrenten ab

Der Konzern verliert mit den Forschern Yinfei Yang, Haoxuan You, Bailin Wang und Zirui Wang wichtige Köpfe für seine KI- und Maschinenlern-Initiativen. Die Führungslücke vertieft sich durch den Weggang von Stuart Bowers, einem leitenden Manager, der maßgeblich an Siris Entwicklung beteiligt war.

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Die neuen Arbeitgeber zeigen den erbitterten Kampf um Talente: Haoxuan You und Bailin Wang sind zu Meta Platforms gewechselt. You forscht dort angeblich im ehrgeizigen Superintelligence-Bereich, Wang arbeitet an Empfehlungssystemen. Zirui Wang und Stuart Bowers hingegen sind zu Google DeepMind gegangen. Das ist besonders pikant, da Google DeepMind aktiv mit Apple zusammenarbeitet, um die grundlegenden KI-Modelle für die nächste Siri-Generation zu entwickeln. Ein weiterer Forscher, Yinfei Yang, hat das Unternehmen verlassen, um ein Startup zu gründen.

Metas aggressive Abwerbestrategie

Meta profitiert massiv von Apples Talentabfluss. Das Unternehmen führt eine gut finanzierte Offensive, um selbst eine KI-Führungsposition aufzubauen. CEO Mark Zuckerberg wirbt persönlich um Spitzenkräfte und bietet Vergütungspakete, die für Wettbewerber schwer zu toppen sind.

Seit Anfang letzten Jahres lockte Meta so über ein Dutzend Apple-KI-Forscher ab. Der wohl spektakulärste Wechsel war der von Ruoming Pang, dem ehemaligen Leiter von Apples Foundation-Models-Team. Er wechselte 2025 für ein Paket im Wert von über 200 Millionen Euro zu Meta. Ihm folgten weitere Schlüsselmitarbeiter seines Teams. Diese strategischen Abwerbungen stärken Metas Fähigkeiten erheblich, während sie Apples eigene Entwicklung schwächen.

Strategische Zweifel und Outsourcing

Der stetige Abfluss von Talenten deutet auf tiefere strategische Probleme hin. Branchenbeobachter sehen darin eine potenzielle „Vertrauenskrise“ in Apples KI-Zukunft. Das Unternehmen hinkt im Wettrennen um generative KI hinterher. Die Entscheidung, Kernkomponenten der Siri-Überholung an Google auszulagern, stieß bei Teilen der Belegschaft auf Widerstand.

Diese Abhängigkeit von Fremdtechnologie markiert einen strategischen Wandel für Apple, der stets stolz auf eigene Technologieentwicklung war. Die Partnerschaft mit Google könnte zwar die Einführung neuer KI-Funktionen beschleunigen. Sie demotiviert aber möglicherweise die internen Teams, die eben diese Systeme bauen sollen. Wenn Apple Schlüsselforscher nicht halten kann, zementiert das langfristig die Abhängigkeit von externen Partnern.

Entscheidendes Jahr für Apples KI-Ambitionen

Das kommende Jahr wird entscheidend. Apple will eine deutlich verbesserte, KI-gestützte Siri-Version vorstellen – der erste große Test der neuen Strategie. Der Erfolg hängt maßgeblich von der nahtlosen Integration der Google-Technologie und den Fähigkeiten des verbliebenen Teams ab, überzeugende Features darauf aufzubauen.

Der fortdauernde Verlust von Know-how an direkte Konkurrenten bleibt jedoch ein langfristiges Risiko. Apple muss nicht nur seinen Produktfahrplan einhalten, sondern auch die Ursachen für den Talentexodus angehen. Ohne eine klare, eigene Vision, die seine Forscher begeistert, könnte das Unternehmen im KI-Zeitalter dauerhaft nur noch die Innovationen anderer integrieren, statt sie selbst voranzutreiben. Der Druck wächst.

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