Apple, Google

Apple und Google testen verschlüsselte Nachrichten zwischen iPhone und Android

26.02.2026 - 11:54:32 | boerse-global.de

Die Tech-Konzerne starten einen eingeschränkten Versuch für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen ihren Messaging-Diensten. Ein breiter Rollout für Nutzer ist jedoch noch nicht absehbar.

Apple und Google testen verschlüsselte Nachrichten zwischen iPhone und Android - Foto: über boerse-global.de
Apple und Google testen verschlüsselte Nachrichten zwischen iPhone und Android - Foto: über boerse-global.de

Apple und Google haben eine Testphase für Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in plattformübergreifenden Chats gestartet. Die Tech-Riesen erproben damit erstmals sichere Kommunikation zwischen ihren Ökosystemen. Für die breite Öffentlichkeit bleibt die Funktion jedoch vorerst unerreichbar.

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Ein Meilenstein mit engen Grenzen

Seit dem 23. Februar können ausgewählte Entwickler verschlüsselte Nachrichten zwischen iPhones und Android-Geräten austauschen. Voraussetzung ist die Installation spezieller Beta-Software auf beiden Geräten. Die Funktion ist Teil des iOS 26.4 Developer Beta 2 und erfordert zudem die Teilnahme am Google Messages Beta-Programm.

Doch der Test bleibt streng kontrolliert. Nur Nutzer unterstützter Mobilfunkanbieter können teilnehmen. Apple stellt klar: Die Verschlüsselung wird nicht im finalen iOS 26.4-Update enthalten sein. "Dies ist ein reines Experiment", betont das Unternehmen. Der Schritt zeigt: Eine nahtlose, sichere Kommunikation zwischen den Plattformen bleibt Zukunftsmusik.

Vom internen Test zur plattformübergreifenden Brücke

Der Weg zur Verschlüsselung war stufenweise. Die erste Beta von iOS 26.4 Mitte Februar ermöglichte verschlüsselte RCS-Nachrichten nur zwischen iPhones – und selbst das unter künstlichen Bedingungen. Nun öffnet sich der Testkreis für Android.

Teilnehmer sehen visuelle Bestätigungen: In der iOS-Nachrichten-App erscheinen grüne Textblasen mit einem Schloss-Symbol und dem Hinweis "Verschlüsselte RCS-Verbindung". Google Messages zeigt ebenfalls ein Schloss. Diese Indikatoren sollen Testern während der Evaluierung Sicherheit geben.

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Technische Grundlage: Ein Standard für beide Welten

Die Verschlüsselung baut auf dem RCS Universal Profile 3.0 der GSM Association auf, der im März 2025 vorgestellt wurde. Kern ist das Messaging Layer Security-Protokoll, das eine kryptografische Brücke zwischen den unterschiedlichen Systemen schlägt.

Bisher nutzten Apple und Google proprietäre Methoden: iMessage setzt auf das PQ3-Protokoll, Android-RCS auf das Signal-Protokoll. Die Sicherheitslücke bei Nachrichten zwischen den Ökosystemen war bekannt. Das neue Standardprotokoll soll verhindern, dass Nachrichten von Dritten – auch von den Tech-Firmen selbst oder Mobilfunkanbietern – mitgelesen werden können.

Teil umfassenderer Sicherheitsoffensive

Die RCS-Tests sind nicht die einzige Neuerung. iOS 26.4 bringt erweiterte Speicherschutz-Mechanismen und aktiviert standardmäßig den "Gestohlene-Geräte-Schutz". Dieser erfordert biometrische Authentifizierung für sensible Aktionen – selbst bei entsperrtem Gerät.

Experten begrüßen die Entwicklung, sehen aber Hürden. Apple führte mit iOS 18 im September 2024 erstmals grundlegendes RCS ein. Die jetzige Verschlüsselung adressiert alte Datenschutzbedenken. Doch die Abhängigkeit von Carrier-Unterstützung und koordinierten Updates beider Plattformen wird die flächendeckende Einführung verzögern.

Wann kommt die Funktion für alle?

Ein Zeitplan für den öffentlichen Rollout existiert nicht. Apple plant die Funktion für ein späteres iOS 26-Update – vorausgesetzt, die Tests verlaufen erfolgreich und die Netzbetreiber rüsten weltweit nach.

Bis dahin bleiben SMS und unverschlüsseltes RCS der Standard für plattformübergreifende Chats. Telekommunikationsanbieter müssen ihre Infrastruktur für Universal Profile 3.0 updaten. Nutzer dürfen 2026 mit schrittweisen Verbesserungen rechnen. Eine vollständig vereinheitlichte, verschlüsselte Messaging-Erfahrung zwischen iOS und Android liegt jedoch noch in weiter Ferne.

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