Apple und Google testen erstmals verschlüsselte Chats zwischen iPhone und Android
24.02.2026 - 03:01:44 | boerse-global.deApple und Google testen erstmals eine Ende-zu-Ende-verschlüsselte Brücke zwischen ihren Messaging-Diensten. Damit könnte die Ära der unsicheren „grünen Blasen“ zwischen iPhone- und Android-Nutzern enden. Die Funktion tauchte in der zweiten Entwickler-Beta von iOS 26.4 auf, die am 23. Februar 2026 veröffentlicht wurde.
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Ein historischer Schritt für die digitale Privatsphäre
Jahrelang waren Nachrichten zwischen den beiden dominierenden Mobilplattformen auf den veralteten SMS- und MMS-Standard beschränkt – ohne moderne Funktionen und ohne Verschlüsselung. Zwar führte Apple bereits 2024 mit iOS 18 eine grundlegende RCS-Unterstützung ein, doch die entscheidende Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für plattformübergreifende Chats fehlte. Der aktuelle Beta-Test signalisiert nun eine neue Ebene der Kooperation zwischen den Tech-Rivalen.
Die Tests sind ein Meilenstein, der eine große Sicherheitslücke im mobilen Alltag schließen könnte. Für Nutzer in den Beta-Programmen ist die Funktion bereits aktiv, eine öffentliche Veröffentlichung ist für ein späteres Software-Update geplant.
So funktioniert der verschlüsselte Brückenschlag
Die Tests basieren auf dem Universal Profile 3.0-Standard des Branchenverbands GSMA. Das zugrundeliegende Messaging Layer Security (MLS)-Protokoll stellt sicher, dass Nachrichten während der Übertragung von keinem Dritten mitgelesen werden können.
Auf dem iPhone zeigen klare Indikatoren im Chatfenster den sicheren Status an: „Textnachricht · RCS | [Schloss-Symbol] Verschlüsselt“. In der Google Messages App auf Android erscheint das gleiche, vertraute Schloss-Symbol. Die Nutzeroberfläche ist somit auf beiden Seiten konsistent und verständlich.
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iPhone-Nutzer aktivieren die Funktion in den Einstellungen unter „Nachrichten“ > „RCS-Nachrichten“. Laut Berichten ist der Schalter „Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (Beta)“ nach Installation der Beta standardmäßig eingeschaltet. Android-Nutzer benötigen lediglich die neueste Beta-Version von Google Messages.
Das Ende der unsicheren „grünen Blasen“?
Die Bedeutung dieser Entwicklung ist enorm. Seit 2011 bietet iMessage verschlüsselte Chats zwischen iPhones, und Google hat die Verschlüsselung für RCS auf Android stetig ausgebaut. Die Brücke dazwischen blieb jedoch das unsichere SMS/MMS-Protokoll – erkennbar an den berüchtigten grünen Chatblasen auf dem iPhone.
Diese Lücke bedeutete nicht nur weniger Privatsphäre, sondern auch den Verzicht auf moderne Funktionen wie hochauflösende Medien, Lesebestätigungen und zuverlässige Gruppenchats. Der verschlüsselte RCS-Standard adressiert diese Mängel direkt. Er stellt plattformübergreifende Gespräche auf eine Stufe mit den Erwartungen an moderne Messaging-Dienste.
Wann kommt die Funktion für alle?
Der aktuelle Test ist auf Entwickler und Beta-Nutzer bei ausgewählten Mobilfunkanbietern beschränkt. Apple hat klargestellt, dass die Verschlüsselung nicht im finalen öffentlichen Release von iOS 26.4 enthalten sein wird. Stattdessen ist die flächendeckende Einführung in einem späteren iOS-26-Update geplant – und dann voraussichtlich standardmäßig aktiviert.
Langfristig soll die Funktion auf das gesamte Apple-Ökosystem ausgeweitet werden, also auch auf iPadOS, macOS und watchOS. Die Kooperation von Apple und Google, vermittelt durch einen offenen Industriestandard, signalisiert einen breiteren Wandel hin zu interoperabler und sicherer Kommunikation. Für Millionen Nutzer weltweit könnte dies bald schärfere Fotos, bessere Gruppenchats und vor allem die Gewissheit bedeuten, dass private Gespräche privat bleiben – egal welches Smartphone der Gesprächspartner nutzt.
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