Apple und Google schließen kritische Smartphone-Lücken
16.02.2026 - 19:40:12 | boerse-global.deApple veröffentlichte ein Notfall-Update für iOS, Google patchte eine hochkritische Android-Schwachstelle. Fast zeitgleich tauchte eine neue, einfach zu bedienende Spionagesoftware namens ZeroDayRAT auf. Die Bedrohungslage für Smartphone-Nutzer hat sich deutlich verschärft.
ZeroDayRAT: Spionage per Klick aus dem Messenger
Sicherheitsforscher warnen vor der neuen Spyware-Plattform ZeroDayRAT. Das Besorgniserregende: Sie wird offen über den Messenger-Dienst Telegram beworben und verkauft. Das senkt die Einstiegshürde für Angreifer erheblich – auch technisch weniger versierte Kriminelle können sie nutzen.
Die Software kann infizierte iOS- und Android-Geräte vollständig überwachen. Zu ihren Fähigkeiten gehören:
* Verfolgung von GPS-Daten
* Protokollierung aller Tastenanschläge
* Zugriff auf Konten von Google, WhatsApp und Facebook
Apple schließt aktiv ausgenutzte Zero-Day-Lücke
Als Reaktion auf eine konkrete Gefahr veröffentlichte Apple kürzlich das Notfall-Update iOS 26.3. Es schließt die kritische Sicherheitslücke CVE-2026-20700, die bereits für gezielte Angriffe ausgenutzt wurde. Solche „Zero-Day“-
Lücken sind besonders gefährlich, da sie angegriffen werden, bevor der Hersteller sie kennt und patchen kann.
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Auch für Android-Nutzer gab es ein wichtiges Update: Googles Februar-Patch schloss eine als hoch eingestufte Schwachstelle. Die parallelen Ereignisse zeigen ein klares Muster: Das Wettrüsten zwischen Angreifern und Herstellern läuft auf Hochtouren.
Ist mein Handy gehackt? Diese Anzeichen verraten es
Moderne Spionagesoftware arbeitet oft im Verborgenen. Dennoch gibt es Warnsignale, die auf einen Angriff hindeuten können:
* Plötzlich hoher Akkuverbrauch: Hintergrundaktivitäten der Malware entleeren den Akku.
* Unerklärlicher Datenverbrauch: Die Spyware sendet gesammelte Informationen ab.
* Gerät wird langsam und heiß: Die zusätzliche Last überfordert den Prozessor.
* Unbekannte Apps oder geänderte Einstellungen: Fremde Programme tauchen auf, Browser-Startseiten ändern sich von selbst.
* Fremde Aktivitäten: Sie finden Anrufe oder Nachrichten, die Sie nicht veranlasst haben.
Was tun bei einem Verdacht? Sofortmaßnahmen im Überblick
Wenn Sie einen Hack vermuten, handeln Sie schnell und systematisch:
- Netzwerk trennen: Deaktivieren Sie sofort WLAN, mobile Daten und Bluetooth. Das unterbricht die Verbindung zum Angreifer.
- Kontakte warnen: Informieren Sie Ihr Umfeld, dass möglicherweise verdächtige Nachrichten von Ihrer Nummer ausgehen.
- Wichtige Daten sichern: Speichern Sie Fotos und Dokumente auf einem externen Medium.
- Passwörter ändern: Tun Sie dies von einem sicheren Zweitgerät aus. Beginnen Sie mit E-Mail- und Banking-Konten.
- Zurücksetzen auf Werkseinstellungen: Dies ist der radikalste, aber sicherste Schritt, um die Schadsoftware vollständig zu entfernen.
So schützen Sie sich proaktiv vor Angriffen
Die beste Verteidigung ist eine gute, einfache Prävention. Halten Sie sich an diese Grundregeln:
- Updates sofort installieren: Patches wie iOS 26.3 schließen bekannte Lücken. Zögern Sie nicht.
- Nur offizielle App-Stores nutzen: Laden Sie Apps ausschließlich aus dem Apple App Store oder Google Play Store.
- Phishing erkennen: Seien Sie skeptisch bei unerwarteten Nachrichten mit Links oder Passwort-Abfragen. Deutsche Behörden wie das BSI warnen aktuell vor Phishing-Angriffen auf Signal-Konten.
- Sichere Passwörter & 2FA: Verwenden Sie starke, einzigartige Passwörter und aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung, wo immer es möglich ist.
- Gerät regelmäßig neustarten: Ein simpler Neustart kann nicht-persistente Malware aus dem Arbeitsspeicher entfernen.
Die jüngsten Vorfälle machen deutlich: Die Gefahr eines gehackten Smartphones ist real. Während Hersteller mit Updates reagieren, liegt der wirksamste Schutz weiterhin in den Händen der Nutzer.
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