Apple und Google schalten gestohlene Smartphones ab
02.03.2026 - 07:30:50 | boerse-global.deApple und Google starten eine neue Sicherheitsoffensive gegen Diebe. Ihre Updates machen gestohlene iPhones und Android-Geräte wertlos. Der Grund: Kriminelle werden immer dreister.
Eine Bitkom-Umfrage von 2023 zeigt das Ausmaß: 21 Prozent der Nutzer in Deutschland wurden bereits bestohlen. Die Taktik der Diebe ist raffinierter geworden. Oft spähen sie zuerst den Entsperrcode aus, bevor sie zuschlagen. Mit diesem Code konnten sie bisher die Kontrolle übernehmen: Passwörter ändern, Bank-Apps leeren und das Gerät zurücksetzen. Der materielle Schaden ist hoch, der durch Datenmissbrauch oft noch höher. Die neuen Updates von Apple und Google setzen genau hier an.
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Apples radikaler Schritt: Diebstahlschutz wird Standard
Mit dem kommenden Update iOS 26.4 aktiviert Apple den „Schutz für gestohlene Geräte“ für alle iPhones automatisch. Bisher mussten Nutzer die Funktion manuell einschalten. Der Mechanismus greift, sobald sich das iPhone nicht an einem vertrauten Ort wie Zuhause befindet.
Für den Zugriff auf sensible Daten wie gespeicherte Passwörter oder Zahlungsmethoden ist dann zwingend Face ID oder Touch ID nötig. Der Gerätecode reicht nicht mehr aus. Noch strenger wird es bei kritischen Aktionen: Wer sein Apple-ID-Passwort ändern oder das Gerät löschen will, muss eine Sicherheitsverzögerung von einer Stunde abwarten. Danach ist erneut eine biometrische Authentifizierung erforderlich. Diese Doppel-Hürde macht gestohlene iPhones für Diebe praktisch unbrauchbar.
Googles intelligente Verteidigung: KI erkennt Diebstahl
Google zieht mit massiven Updates für Android-Geräte ab Version 10 nach. Eine zentrale Neuerung ist die KI-gestützte „Theft Detection Lock“. Sie erkennt anhand von Sensordaten typische Diebstahl-Bewegungen – wie das plötzliche Entreißen und Wegrennen – und sperrt den Bildschirm sofort.
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Eine weitere Funktion sperrt das Gerät automatisch, wenn es längere Zeit offline ist. Zudem wurde der „Identity Check“ ausgeweitet. Beim Zugriff auf Banking-Apps oder Passwort-Manager außerhalb vertrauter Orte ist nun ebenfalls Biometrie Pflicht. Die Kombination dieser Maßnahmen soll die Daten auf Android-Geräten auch nach einem Diebstahl schützen.
Ein gestohlener Ziegelstein: Das Ziel der Hersteller
Branchenbeobachter sehen in den Updates einen Wendepunkt. Das Ziel ist klar: den Geschäftszyklus der Diebe zu durchbrechen. Ein gesperrtes und nicht zurücksetzbares Smartphone ist für Kriminelle kaum noch etwas wert. Der Weiterverkauf ist blockiert, nur Ersatzteile ließen sich noch verwerten.
Das Wettrüsten zwischen Tech-Konzernen und Kriminellen geht weiter. Die aktuellen Updates setzen jedoch neue Maßstäbe. Für Nutzer bedeutet das mehr Sicherheit. Die Eigenverantwortung bleibt aber wichtig: Ortungsdienste aktivieren, Backups machen und im Ernstfall sofort den Netzbetreiber informieren und Anzeige erstatten.
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