Apple, Google

Apple und Google: KI-Partnerschaft soll Siri revolutionieren

30.01.2026 - 04:30:12

Apple schwenkt in der KI-Entwicklung auf Pragmatismus um und geht eine Milliarden-Allianz mit Google ein. Der Konzern will die Technologie des Rivalen nutzen, um seine eigene KI-Strategie zu beschleunigen und Siri grundlegend zu erneuern. Diese strategische Kehrtwende markiert das Ende der reinen Eigenentwicklung.

Jahrelang setzte Apple auf eine geschlossene Strategie: KI sollte hausgemacht, datenschutzfreundlich und vor allem auf dem eigenen Gerät laufen. Doch interne Verzögerungen bei der Entwicklung einer neuen Siri-Generation zwangen zum Umdenken. Jetzt schließt sich der iPhone-Hersteller mit seinem größten Rivalen zusammen. Ein mehrjähriger Vertrag im Wert von schätzungsweise einer Milliarde Euro jährlich für Google soll Apples KI-Lücke schließen.

Getrieben von Softwarechef Craig Federighi, ist dies eine kalkulierte Entscheidung. Der Konzern riskiert lieber eine ungewöhnliche Partnerschaft, als im KI-Wettrennen weiter zurückzufallen. Konkurrent Samsung bringt seine „Galaxy AI“-Features bereits seit über einem Jahr auf den Markt. Die Allianz mit Google verkürzt für Apple die Zeit bis zur Markteinführung erheblich und minimiert das Risiko eigener Fehlschläge.

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Siri 2.0: Vom Befehlssammler zum Gesprächspartner

Das Herzstück der Kooperation ist die Neuerfindung von Siri. Eine erste Beta-Version mit der Gemini-Unterstützung soll noch im Februar erscheinen. Aus dem simplen Sprachassistenten soll ein dynamischer, konversationsfähiger KI-Begleiter werden – eine „persönlichere Siri“, wie CEO Tim Cook es nennt.

Nutzer können sich auf ein deutlich besseres Verständnis für Anfragen und Bildschirminhalte freien. Geleakte Funktionen versprechen komplexe, mehrstufige Aktionen: Fotos per Sprachbefehl finden und bearbeiten oder Websuchen mit Quellenangaben zusammenfassen. Die KI soll nahtlos in Kern-Apps wie Mail, Fotos und Musik integriert werden und so zur unsichtbaren Service-Schicht im iOS-Ökosystem avancieren.

Der hybride Weg: Datenschutz trifft auf Rechenpower

Trotz der Nutzung von Googles Cloud-Infrastruktur betont Apple, seine Datenschutzprinzipien nicht aufzugeben. „Apple Intelligence“ soll weiterhin bevorzugt auf dem Gerät oder in der eigenen „Private Cloud Compute“ laufen. Sensible Daten bleiben damit lokal.

Herausforderungen, die weltweites Wissen oder immense Rechenleistung erfordern, werden an Gemini ausgelagert. Dieses Hybridmodell verspricht das Beste aus beiden Welten: die Geschwindigkeit und Sicherheit lokaler Verarbeitung kombiniert mit der Leistungsfähigkeit modernster Cloud-KI. Kann Apple diesen Spagat meistern?

Wettbewerbsdruck zwingt zum Handeln

Die Allianz sendet ein deutliches Signal an die Tech-Branche. Apple erkennt damit die Führungsposition von Google und Microsoft-OpenAI an. Die jahrelange Sorge der Investoren, das Unternehmen könnte den KI-Anschluss verlieren, hat nun zu diesem drastischen Schritt geführt. Die Wall Street sieht darin eine notwendige und potenziell gewinnbringende Weichenstellung für den nächsten großen iPhone-Upgrade-Zyklus Ende 2026.

Zusätzlich untermauert Apple seine Ambitionen mit einer spektakulären Übernahme: Für rund zwei Milliarden Euro kaufte der Konzern das israelische Startup Q.ai, das auf Audio-KI spezialisiert ist. Es ist der größte Zukauf seit fast einem Jahrzehnt und zeigt, wie tief KI künftig in alle Produkte – bis hin zu den AirPods – integriert werden soll.

Offene Fragen und regulatorische Hürden

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie gut die Integration der Gemini-Technologie in das polierte Apple-Ökosystem gelingt. Bleibt die Nutzererfahrung intuitiv? Langfristig stellt sich die Frage nach dem Verhältnis von Eigenentwicklung und Partnerschaft. Zudem dürfte die vertiefte Zusammenarbeit zweier Tech-Giganten die Aufmerksamkeit von Wettbewerbshütern auf beiden Seiten des Atlantiks auf sich ziehen.

Doch für Apple ist der Kurs klar: In der KI-Revolution setzt das Unternehmen nun auf Geschwindigkeit und Partnerschaft, um seine über eine Milliarde Nutzer nicht zu enttäuschen.

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