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Apple stoppt Updates nach Fehler in alten iPhones

29.01.2026 - 06:00:12

Ein kritischer Software-Fehler bei Millionen alter iPhones zwingt Apple zum Rückzieher – und liefert eine wichtige Lektion über automatische Updates. Die Panne unterbricht Mobilfunk-Verbindungen und zeigt die Risiken blinden Vertrauens in die Update-Automatik.

Die Woche begann mit Routine, endete im Chaos. Am 26. Januar verteilte Apple wie geplant Sicherheits-Updates, darunter iOS 26.2.1 für aktuelle Modelle. Überraschend erhielten auch über zehn Jahre alte Geräte wie iPhone 5s und iPhone 6 wichtige Patches. Diese sollten ablaufende Sicherheitszertifikate für iMessage und FaceTime erneuern. Doch kurz nach der Veröffentlichung meldeten Nutzer – besonders in Australien – dramatische Probleme: iPhone-8-, 8-Plus- und X-Modelte verloren nach Installation von iOS 16.7.13 komplett die Mobilfunk-Verbindung. Keine Anrufe, kein mobiles Internet, nicht einmal Notrufe waren möglich.

Apple wirbt seit Jahren für die „Einrichten und Vergessen“-Philosophie. Unter Einstellungen > Allgemein > Software-Update > Automatische Updates lassen sich zwei Hauptoptionen aktivieren: „iOS-Updates herunterladen“ und „iOS-Updates installieren“. Sind beide an, lädt das iPhone neue Software im WLAN und installiert sie nachts beim Laden. Ein separater Schalter für „Sicherheitsaktualisierungen & Systemdateien“ ermöglicht sogar automatische Mini-Patches zwischen großen Versionen.

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Für die Sicherheit ist diese Automatik kaum zu schlagen. Die meisten Updates stopfen kritische Lücken, die Hacker sonst ausnutzen könnten. Doch die aktuelle Panne nährt die wachsende Skepsis vieler Nutzer. Studien zeigen: Die Adoption neuer iOS-Versionen verlangsamt sich. Viele fürchten Bugs, kürzere Akkulaufzeit oder Performance-Einbrüche. Der aktuelle Fehler bestätigt diese Ängste – besonders für Besitzer älterer Geräte.

Gestaffelter Rollout als Sicherheitsnetz

Was viele nicht wissen: „Automatisch“ heißt nicht „sofort für alle“. Apple rollt Updates stets gestaffelt aus, über einen Zeitraum von ein bis vier Wochen. Diese Taktik erwies sich jetzt als Rettungsanker. Durch die schrittweise Verteilung konnte der Konzern den Fehler früh erkennen und die betroffenen Updates für alte Geräte am 28. Januar stoppen („unsignieren“). Nur ein Teil der Nutzer war bereits betroffen.

Diese eingebaute Verzögerung ist ein bewusstes Sicherheitsnetz. Sie gibt Apple Zeit, Telemetriedaten und Nutzerfeedback zu prüfen. Tritt ein kritischer Bug auf, kann der Konzern die Installation bremsen, bevor die gesamte Nutzerbasis betroffen ist. Selbst mit aktivierter Automatik war daher nicht jedes Gerät unmittelbar in Gefahr.

Die beste Strategie für iPhone-Nutzer

Was folgt aus dem Vorfall? Für die meisten Nutzer bleibt die Empfehlung klar: Automatische Updates einschalten. Das Sicherheitsrisiko durch ungepatchte Lücken ist weit höher als die Gefahr eines fehlerhaften Updates. Für besonders vorsichtige Nutzer bietet sich ein Kompromiss an: Downloads automatisch erlauben, die Installation aber manuell auslösen. So liegt das Update bereit, man kann aber ein, zwei Tage abwarten und prüfen, ob Probleme bekannt werden.

Apple arbeitet an einem Fix für die betroffenen alten iPhones. Bis dahin ist die Botschaft klar: Technologie kann viel automatisieren – aber informierte Nutzerentscheidungen bleiben der beste Schutz. Ein Blick in die Update-Einstellungen lohnt sich jetzt.

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