Apple produziert Mac mini erstmals in den USA
24.02.2026 - 15:00:43 | boerse-global.deApple verlagert die Fertigung seines Desktop-Computers Mac mini nach Texas – ein strategischer Schritt im Wettbewerb um Technologie-Souveränität.
Der Tech-Riese baut seine US-Produktion massiv aus. Ab Ende 2026 soll der beliebte Mac mini erstmals in den Vereinigten Staaten montiert werden. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Die neue Fertigungslinie entsteht in einem erweiterten Werk des Partners Foxconn in Houston, Texas.
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Houston wird zum Schlüsselstandort
Das Herzstück der Expansion ist ein Foxconn-Betrieb in Houston. In einer riesigen Lagerhalle entsteht auf über 20.000 Quadratmetern eine hochmoderne Produktionslinie für den kompakten Desktop-Computer. Bereits jetzt werden am selben Standort fortschrittliche KI-Server für Apples Rechenzentren gefertigt – ein Geschäft, das laut Apple schneller wächst als erwartet.
„Wir sind stolz, unseren Fußabdruck in Houston mit der bevorstehenden Mac-mini-Produktion deutlich zu vergrößern“, sagte Apple-Chef Tim Cook. Der Mac mini wird nach dem Mac Pro das zweite Mac-Modell, das in den USA endmontiert wird. Letzterer wird bereits seit 2013 in Texas produziert.
Strategische Neuausrichtung der Lieferkette
Die Entscheidung ist Teil eines branchenweiten Trends: Unternehmen regionalisieren ihre Lieferketten, um widerstandsfähiger zu werden. „Build where you sell“ – produziere dort, wo du verkaufst – lautet die Devise. Für Apple bedeutet das kürzere Lieferzeiten in Nordamerika und weniger Abhängigkeit von globalen Handelskonflikten.
Zunächst wird die US-Produktion nur den heimischen Markt bedienen. Die Fertigung in Asien läuft parallel weiter. Langfristig könnte die Kapazität in Houston aber ausgebaut werden, um die gesamte regionale Nachfrage zu decken.
Milliarden-Investitionen und Ausbildungsoffensive
Die Mac-mini-Produktion ist ein Baustein von Apples angekündigter Investition von umgerechnet 540 Milliarden Euro in die USA. Gleichzeitig startet das Unternehmen eine Ausbildungsoffensive. Noch 2026 soll in Houston ein Ausbildungszentrum für moderne Fertigungstechniken eröffnen. Es richtet sich an Studierende und Mitarbeiter von Zulieferern.
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Apple hat bereits seine Ziele für in den USA gefertigte Chips übertroffen. Partner wie TSMC und Broadcom liefern vermehrt von amerikanischen Standorten.
Testfall für die Zukunft
Warum ausgerechnet der Mac mini? Das Gerät macht zwar weniger als fünf Prozent der globalen Mac-Verkäufe aus. Doch es erlebt als leistungsstarker und energieeffizienter Rechner für KI-Anwendungen aktuell eine Renaissance. Seine Produktion in den USA dient als Pilotprojekt. Gelingt sie unter Einhaltung von Kosten-, Qualitäts- und Lieferstandards, könnten weitere Produkte folgen.
Analysten werten den Schritt als pragmatisch: Die komplexe globale Zuliefererkette für Komponenten bleibt erhalten, während die Endmontage strategischer Produkte näher an den Absatzmärkten erfolgt. In einer politisch sensiblen Zeit unterstreicht Apple damit sein Bekenntnis zu heimischer Wertschöpfung.
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