Apple, Konkurrenz-Produkte

Apple öffnet iPhone für Konkurrenz-Produkte in der EU

01.01.2026 - 15:15:11

Aufgrund des Digital Markets Act ermöglicht Apples iOS 26.3 in der EU erstmals die einfache Nahfeld-Kopplung und Benachrichtigungsweiterleitung für Zubehör von Drittherstellern.

Die EU erzwingt mit dem Digital Markets Act den Fall von Apples Ökosystem-Mauern. Ab sofort können auch Kopfhörer und Smartwatches von Drittherstellern nahtlos mit iPhones kommunizieren.

Das neue Jahr bringt für iPhone-Nutzer in der Europäischen Union eine digitale Revolution. Mit der aktuellen Beta-Version von iOS 26.3 reißt Apple eine zentrale Barriere seines geschlossenen Systems ein. Erstmals unterstützen Kopfhörer und Wearables von Konkurrenten eine “AirPods-ähnliche” Nahfeld-Kopplung und erweiterte Benachrichtigungen. Dieser strategische Rückzug ist eine direkte Folge des europäischen Digital Markets Act (DMA).

Das Ende der exklusiven “Magie”

Seit dem 15. Dezember 2025 testen Entwickler die neue Software. Sie enthüllt einen fundamentalen Wandel: Apple stellt Drittherstellern ein Framework für die vereinfachte Gerätekopplung zur Verfügung. Kompatible Produkte von Marken wie Sony, Bose oder Sennheiser können sich künftig per einfacher Näherung an ein iPhone oder iPad koppeln – ein Prozess, der bisher den hauseigenen AirPods und Beats-Kopfhörern vorbehalten war.

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“Die Nahfeld-Kopplung ist technisch eine kleine Verbesserung, strategisch aber ein großer Schritt”, analysierte Engadget bereits am 23. Dezember. Sie beseitige einen entscheidenden Nachteil für Konkurrenzprodukte. Das System nutzt die NFC-Funktionalität des iPhones, um kompatible Geräte sofort zu erkennen und umständliches Blättern in den Bluetooth-Einstellungen überflüssig zu machen.

Smartwatches erhalten gleichberechtigten Zugang

Noch bedeutender sind die Neuerungen für Smartwatches. Die EU-Kommission hatte hier lange mangelnde Interoperabilität kritisiert. Ab sofort enthält die Beta-Software eine eigene Schnittstelle zur Benachrichtigungs-Weiterleitung.

Dritthersteller wie Garmin oder Google (Pixel Watch) können damit System-Benachrichtigungen in Echtzeit empfangen und bearbeiten – eine Funktion, die bisher dem Apple Watch vorbehalten blieb. Allerdings gibt es eine technische Einschränkung: Laut Beta-Dokumentation kann die Weiterleitung nur an ein einziges aktives Wearable gleichzeitig erfolgen. Wird sie für eine Drittuhr aktiviert, deaktiviert sie sich für die Apple Watch.

DMA setzt Apple unter Druck

Diese Öffnung ist kein freiwilliger Schritt, sondern eine regulatorische Notwendigkeit. Die EU-Kommission, die seit Ende 2024 gegen Apples Praktiken ermittelt, begrüßte die Entwicklung bereits im Dezember. In einer Pressemitteilung vom 22. Dezember 2025 sprach sie von “einem weiteren Schritt zu einem vernetzteren digitalen Ökosystem zum Nutzen aller EU-Bürger”.

Die Behörde betonte, der DMA schaffe “neue Chancen” für Entwickler, innovative Produkte zu vermarkten. Die Funktionen müssen 2026 flächendeckend für Verbraucher verfügbar sein. Der Zeitplan deckt sich mit Apples angekündigter Roadmap: Die öffentliche Version von iOS 26.3 soll Ende Januar erscheinen.

Ein System, zwei Welten: Nur für die EU

Ein entscheidender Aspekt ist die regionale Beschränkung. Wie SoundGuys am 30. Dezember bestätigte, sind die neuen Funktionen geografisch gesperrt. Nutzer in den USA und anderen Nicht-EU-Regionen werden die vereinfachte Kopplung nicht sehen. Für sie behalten die AirPods ihren exklusiven Vorteil.

Dieses “Zwei-Klassen-iOS” wird immer ausgeprägter. Bereits Drittanbieter-Appstores und die freie Browser-Engine-Wahl sind EU-exklusiv. Analysten warnen vor Verwirrung bei Reisenden oder Käufern von Importgeräten: Das Verhalten ihrer Zubehörteile könnte sich je nach Aufenthaltsort ändern.

Was Verbraucher jetzt erwarten können

Der Beta-Test läuft weiter. Eine zweite Beta-Version mit verfeinertem Interface wird für Anfang Januar erwartet. Der praktische Nutzen für Verbraucher hängt nun davon ab, wie schnell Dritthersteller ihre Firmware anpassen.

Die iOS-Funktion ist vorhanden, doch die Kopfhörer- und Smartwatch-Hersteller müssen die spezifischen Protokolle für die Nahfeld-Kopplung implementieren. Große Audio-Marken werden ihre Updates voraussichtlich parallel zum öffentlichen Release von iOS 26.3 ausrollen.

Die Öffnung markiert einen Wendepunkt im europäischen Mobilmarkt. Sie könnte eine neue Welle hochwertiger Zubehör-Produkte auslösen, die diese neuen iPhone-Fähigkeiten gezielt nutzen. Der “Walled Garden” von Apple hat in Europa erste sichtbare Risse bekommen.

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