Apple, Diebstahlschutz

Apple macht Diebstahlschutz auf iPhones zur Voreinstellung

17.02.2026 - 22:40:12 | boerse-global.de

Apple aktiviert künftig den Schutz für gestohlene Geräte automatisch für alle Nutzer. Die Sicherheitsfunktion wird mit dem Update iOS 26.4 zur Voreinstellung und erhöht so den Schutz vor raffinierten Diebstahlmethoden.

Apple aktiviert den „Schutz für gestohlene Geräte“ künftig automatisch für alle. Die bisher optionale Sicherheitsfunktion wird mit dem kommenden Update iOS 26.4 zum neuen Standard. Damit reagiert der Konzern auf raffinierte Diebstahlmethoden, bei denen Täter den Entsperrcode ausspähen.

Vom versteckten Feature zum Standard

Die Funktion war ursprünglich eine Antwort auf eine spezielle Diebstahlwelle. Kriminelle beobachteten ihre Opfer, um den Gerätecode zu stehlen. Mit diesem Code konnten sie nicht nur das iPhone entsperren, sondern auch das Apple-ID-Passwort ändern und die Ortungsfunktion ausschalten.

Bisher mussten Nutzer den Schutz selbst in den Einstellungen aktivieren – ein Schritt, den viele übersahen. Mit iOS 26.4 kehrt Apple die Logik um: Der Schutz ist standardmäßig an. Wer ihn nicht will, muss ihn manuell deaktivieren.

So funktioniert der erweiterte Schutz

Das System ist clever aufgebaut und greift ein, sobald sich das iPhone nicht an einem vertrauten Ort wie Zuhause oder dem Büro befindet. Für kritische Aktionen sind dann plötzlich biometrische Daten nötig.

  • Biometrie statt Code: Um gespeicherte Passwörter einzusehen, gespeicherte Zahlungsmethoden zu nutzen oder das Gerät komplett zu löschen, reicht der Code nicht mehr aus. Es ist zwingend Face ID oder Touch ID erforderlich.
  • Die Sicherheitsverzögerung: Noch strenger wird es bei den sensibelsten Änderungen. Möchte jemand das Apple-ID-Passwort ändern oder den Diebstahlschutz selbst deaktivieren, muss er nach einer ein-stündigen Wartezeit eine zweite biometrische Bestätigung durchführen.

Was Nutzer jetzt beachten müssen

Die neuen Regeln sollen den Alltag nicht behindern. An vertrauten Orten entfällt die einstündige Verzögerung. Alltägliche Funktionen wie Apple Pay bleiben auch mit einfachem Code nutzbar.

Damit der Schutz überhaupt arbeiten kann, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
* Zwei-Faktor-Authentifizierung für die Apple-ID
* Ein aktiver Gerätecode
* Aktivierte biometrische Entsperrung (Face ID/Touch ID)
* Eingeschaltete Ortungsfunktion „Wo ist?“

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Ein Paradigmenwechsel in der Sicherheit

Apples Schritt von „Opt-in“ zu „Opt-out“ ist eine grundlegende Änderung seiner Sicherheitsphilosophie. Das Unternehmen erkennt an, dass kritischer Schutz nur wirkt, wenn er für alle standardmäßig aktiv ist.

Viele Nutzer aktivieren optionale Features aus Bequemlichkeit nicht – eine gefährliche Lücke. Durch die automatische Aktivierung schützt Apple diese Gruppe proaktiv. Dieser Move setzt einen neuen Branchenstandard und erhöht den Druck auf andere Hersteller.

Wann kommt das Update?

Die neue Voreinstellung ist Teil der ersten Entwickler-Beta von iOS 26.4. Nach dem üblichen Rhythmus wird in den kommenden Wochen eine öffentliche Beta folgen. Die finale, stabile Version für alle Nutzer wird für das späte Frühjahr 2026 erwartet – sehr wahrscheinlich Ende März oder Anfang April.

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