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Apple Laptops: Ab März 2026 kein Netzteil mehr in der Box

09.03.2026 - 06:10:47 | boerse-global.de

Apple verkauft seine neuen MacBook-Modelle in Europa und Großbritannien ohne mitgeliefertes Ladegerät. Dies führt für viele Käufer zu versteckten Zusatzkosten, während die EU-Regulierung als Treiber gilt.

Apple Laptops: Ab März 2026 kein Netzteil mehr in der Box - Foto: über boerse-global.de
Apple Laptops: Ab März 2026 kein Netzteil mehr in der Box - Foto: über boerse-global.de

Apple verkauft seine neuen Laptops in Europa und Großbritannien ab sofort ohne mitgeliefertes Netzteil. Mit dem Start des günstigen MacBook Neo und aktualisierter Modelle von MacBook Air und MacBook Pro weitet der Konzern seine umstrittene Verpackungspolitik auf die gesamte neue Laptop-Palette aus. Für Käufer bedeutet das oft versteckte Zusatzkosten.

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Was steckt noch in der Verpackung?

Seit der ersten Märzwoche 2026 erhalten Kunden in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Großbritannien nur noch den Laptop selbst, das übliche Zubehör an Papieren und ein Ladekabel. Je nach Modell liegt entweder ein gewobenes USB-C-Kabel oder ein proprietärer MagSafe 3-Stecker bei. Das eigentliche Netzteil zum Anschluss an die Steckdose muss separat im Warenkorb hinzugefügt oder nachgekauft werden – vorausgesetzt, der Nutzer besitzt nicht bereits ein kompatibles USB-C-Netzteil mit hoher Leistung.

Interessant ist die regionale Beschränkung dieser Strategie. In den USA und vielen anderen globalen Märkten wird das Netzteil nach wie vor standardmäßig mitgeliefert. Das neue MacBook Neo etwa kommt dort mit einem 20W-USB-C-Adapter, das Spitzenmodell 16-Zoll-MacBook Pro sogar mit seinem großen 140W-Netzteil.

Die versteckte Preiserhöhung für Verbraucher

Die Grundpreise der neuen MacBooks bleiben zwar stabil. Doch wer kein kompatibles Ladegerät besitzt, zahlt drauf. Besonders betroffen sind Studierende und Erstkäufer, die vom als günstig beworbenen MacBook Neo angelockt werden.

Die Zusatzkosten sind erheblich: Der offizielle 70W-USB-C-Adapter kostet in der Eurozone 65 Euro, in Großbritannien 59 Pfund. Für die leistungsstärkeren 96W- oder 140W-Adapter für MacBook Pro-Modelle fallen noch höhere Preise an. Analysten sehen darin eine versteckte Preiserhöhung. Zwar besitzen viele Haushalte mehrere Smartphone-Ladegeräte, doch leistungsstarke Netzteile für Laptops sind weniger verbreitet. Viele Käufer müssen das Zubehör also zwangsläufig mitbestellen.

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EU-Regulierung als Treiber der Veränderung

Hauptgrund für Apples Schritt ist die verschärfte Regulierung in Europa. Die EU-Richtlinie 2022/2380, oft „Common Charger“-Regel genannt, verpflichtet Hersteller, bei Geräten mit USB-C-Anschluss das Netzteil optional anzubieten. Ziel ist die Reduzierung von Elektroschrott, indem Verbraucher vorhandene Adapter weiter nutzen.

Die Richtlinie zwang Apple bereits, beim iPhone den Lightning-Anschluss durch USB-C zu ersetzen. Bis 2026 müssen auch Laptop-Hersteller die Entkopplung von Gerät und Netzteil umsetzen. Dass Apple die Regel auch in Großbritannien anwendet, ist wohl eine logistische Entscheidung, um Verpackung und Vertrieb in Europa zu vereinheitlichen.

Risiken durch Billig-Adapter und der Blick in die Zukunft

Für Apple ist dies der nächste Schritt einer langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie, die 2020 mit dem iPhone 12 begann. Hardware-Experten warnen jedoch vor Risiken: Wer aus Kostengründen zu billigen, nicht zertifizierten Drittanbieter-Netzteilen greift, riskiert Unterversorgung, schnellen Batterieverschleiß oder sogar Schäden am Mainboard durch Überhitzung. Fachleute raten dringend, auf die korrekte Wattzahl und USB-C Power Delivery-Protokolle zu achten.

Die Branche beobachtet die Entwicklung genau. Ähnlich wie bei der Abschaffung des Klinkensteckers oder des Smartphone-Netzteils könnte Apples Vorreiterrolle auch bei Laptops Schule machen. Angesichts der EU-Fristen 2026 ist es wahrscheinlich, dass andere Windows-Hersteller bald nachziehen. Ob sich dieser Trend auch in den USA durchsetzt, bleibt abzuwarten. Für europäische Verbraucher beginnt jedoch eine neue Ära des „entbundelten“ Computerkaufs.

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