Apple kündigt „Special Experience“ für März an – Fokus auf Einsteiger-Hardware
19.02.2026 - 13:00:12Apple lädt am 4. März zu einer besonderen Präsentation – doch die erhoffte iMac Pro-Offensive lässt weiter auf sich warten. Das Event soll sich auf günstige MacBooks und ein neues iPhone konzentrieren, während Profis geduldig bleiben müssen.
Von der Hardware-Redaktion | Donnerstag, 19. Februar 2026
Apple setzt im März auf Einsteiger: Am 4. März 2026 will der Konzern Journalisten und Creator zu einer „Special Apple Experience“ in New York, London und Shanghai empfangen. Im Fokus stehen dürften ein neues günstiges MacBook und ein aktualisiertes iPhone. Die lang erwartete größere iMac-Variante für Profis scheint dagegen nicht vor dem Sommer zu kommen.
Strategiewechsel: Hands-on statt großer Keynote
Anders als bei klassischen Apple-Events mit großer Keynote aus Cupertino setzt der Konzern diesmal auf direkte Vorführungen vor Ort. Diese ungewöhnliche Taktik deutet darauf hin, dass die Produkte eher per Pressemitteilung vorgestellt werden. Ein theatralischer Auftritt von CEO Tim Cook ist nicht angekündigt.
Im Mittelpunkt dürfte ein neues „Low-Cost“-MacBook stehen. Analysten erwarten ein Modell, das entweder den einfachen Namen „MacBook“ wiederbeleben oder als günstige Alternative zum MacBook Air positioniert werden könnte. Gerüchten zufolge zielt das Gerät speziell auf den Bildungsmarkt und Gelegenheitsnutzer ab – ein direkter Angriff auf Chromebooks mit der Energieeffizienz von Apple Silicon.
Zudem wird ein Nachfolger des iPhone 16e, das iPhone 17e, erwartet. Es soll mit einer leicht verbesserten Version des A19-Chips und besserer Konnektivität aufwarten.
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Für High-End-Macs oder professionelle Desktops scheint der März-Termin dagegen keine Neuigkeiten zu bringen.
iMac Pro: Warten auf den M5-Chip
Besonders enttäuscht dürften professionelle Anwender sein. Seit der Einstellung des 27-Zoll-Intel-iMac im Jahr 2022 warten sie auf einen leistungsstärkeren All-in-One-Desktop in größerem Format.
Aktuelle Gerüchte aus der Lieferkette und Analystenkreisen deuten jedoch darauf hin, dass ein 32-Zoll-iMac Pro nicht zum März-Event erscheinen wird. Stattdessen priorisiere Apple derzeit seine Smart-Home-Strategie, zu der neue Displays und HomePods gehören könnten.
Der nächste große Sprung für die iMac-Linie wird erst mit der Einführung der M5-Chip-Generation im zweiten Halbjahr 2026 erwartet. Diese soll deutlich verbesserte KI-Fähigkeiten bieten. Ein größeres iModell könnte dann als Flaggschiff der neuen Generation starten.
Starke Finanzen stützen die Aktie
Die Ankündigung des Events folgt auf eine robuste Finanzlage. Apple meldete Ende Januar für das erste Quartal 2026 einen Rekordumsatz von rund 130 Milliarden Euro – ein Plus von 16 Prozent im Jahresvergleich.
Am 17. Februar bekräftigte die US-Bank Wedbush ihre optimistische Einschätzung der Apple-Aktie mit einem Kursziel von 350 US-Dollar. Die Analysten sehen das kurzfristige Verkaufstief als überzogen an und betonen das langfristige Monetarisierungspotenzial durch Künstliche Intelligenz.
Treibende Kraft ist die riesige installierte Basis von über 2,5 Milliarden aktiven Geräten. Selbst wenn Hardware-Upgrade-Zyklen länger werden, bietet der wachsende Dienstleistungsbereich mit einem Umsatz von 27 Milliarden Euro im Quartal eine stabile Einnahmegrundlage. Der Markt honoriert diese Strategie: Die Aktie erholte sich diese Woche auf rund 265 US-Dollar.
Der große KI-Schub lässt auf sich warten
Der Blick auf das Gesamtjahr 2026 richtet sich auf Software und Ökosystem. Regulatorische Einreichungen und Beta-Code-Analysen zeigen, dass Apple eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten in iOS 26.4 testet. Das würde die Sicherheit bei der Kommunikation zwischen iOS und Android deutlich erhöhen.
Die vollständige „Apple Intelligence 2.0“-Offensive mit einem komplett überarbeiteten Siri verzögert sich jedoch weiter. Die tiefgreifenden, kontextbewussten KI-Funktionen, die Investoren versprochen wurden, werden nun erst später im Jahr erwartet – wahrscheinlich gemeinsam mit iOS 20 und der iPhone-18-Serie im Herbst.
Bis dahin bleibt der Fokus auf dem 4. März. Das Event mag weniger spektakulär sein als eine traditionelle Keynote. Es ist jedoch ein strategisch wichtiger Schritt, um Apples Marktanteil im Einsteigersegment zu festigen, während die Spitzenklasse auf die nächste Generation Apple Silicon wartet.
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