Apple iPhone Fold: Erster faltbarer iPhone droht ohne MagSafe zu starten
17.04.2026 - 07:30:25 | boerse-global.de
Grund sind offenbar extreme Dünnbau-Vorgaben, die das Gerät zu einem der dünnsten Smartphones überhaupt machen sollen. Diese Design-Entscheidung stellt Apples Zubehör-Ökosystem vor eine große Herausforderung.
Dummy-Modelle zeigen glatte Rückseite
Anfang April tauchten Bilder vermeintlicher Attrappen für Apples Herbst-Line-up auf. Sie zeigen neben den Modellen iPhone 18 Pro und Pro Max erstmals ein physisches Modell des faltbaren iPhones, intern oft „iPhone Fold“ genannt. Während die Pro-Modelle die typische, erhabene MagSafe-Ringstruktur aufweisen, ist die Rückseite des Faltbaren völlig glatt.
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Diese Beobachtung deckt sich mit CAD-Zeichnungen, die bereits früher in diesem Jahr durchsickerten. Branchenkenner vermuten, dass der Verzicht auf MagSafe eine direkte Folge der extremen Abmessungen ist. Das iPhone Fold soll im geöffneten Zustand nur 4,5 Millimeter dick sein – deutlich dünner als das aktuelle iPhone Air (5,64 mm).
Die mögliche Streichung von MagSafe sorgt für Diskussionen. Apple hat jahrelang ein ganzes Ökosystem aus Geldbörsen, Halterungen und Ladegeräten um den Magnet-Standard aufgebaut. Die Ironie: Das faltbare iPhone soll mit einem Preis zwischen 2.000 und 2.500 Euro in die Läden kommen. Ein ähnlicher Schritt gelang Apple bereits beim günstigeren iPhone 16e nicht – nach Kund*innen-Protesten kehrte MagSafe beim Nachfolger iPhone 17e zurück.
Produktionsverzögerungen und technische Hürden
Parallel zu den Design-Kompromissen mehren sich Berichte über Verzögerungen. Die Massenproduktion des iPhone Fold habe sich laut Branchendienst DigiTimes von ursprünglich Juni auf Anfang August verschoben. Grund sind Komplikationen in der Testphase, bei der Apple mit der Komplexität der mechanischen Bauteile kämpft.
Trotzdem hält das Unternehmen offenbar am Zeitplan fest. Während einige Quellen einen Start erst 2027 für möglich hielten, berichtete Bloomberg-Analyst Mark Gurman, das Gerät bleibe für eine Vorstellung im September 2026 auf Kurs. Die größte technische Herausforderung ist das Streben nach einer nahezu unsichtbaren Falz auf dem Display. Dafür setzt Apple auf spezielle Filter-Technologie von Samsung und eine neuartige, druckverteilende Metallplatte im Scharnier.
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Technische Spezifikationen im Überblick
Im Laufe der Tests haben sich zentrale Spezifikationen herauskristallisiert. Das iPhone Fold wird ein klappbares „Book-style“-Design mit einem 4:3-Format im geöffneten Zustand bieten.
- Displays: Ein 5,5 Zoll großes Außendisplay und ein 7,8 Zoll großes inneres OLED-Panel.
- Abmessungen: Ca. 4,5 mm dick (offen) und zwischen 9 und 9,5 mm (geschlossen).
- Hardware: Angetrieben vom A20-Chip und mit 12 GB RAM für erweiterte Multitasking-Funktionen.
- Biometrie: Statt Face ID soll ein Touch-ID-Sensor im Seitentaster verbaut werden – Platz für die TrueDepth-Kamera ist in den dünnen Rändern nicht.
- Kamera: Ein Dual-Lens-System auf der Rückseite statt der Triple-Kamera der Pro-Modelle.
Auch die Software, vermutlich iOS 27, wird angepasst. Sie soll spezielle Funktionen für das faltbare Format bieten, wie die parallele Darstellung von Apps.
Folgen für das Zubehör-Ökosystem
Fehlt MagSafe tatsächlich, müsste Apple sein riesiges Zubehör-Geschäft neu denken. Denkbar wären spezielle Hüllen mit integrierten Magneten oder externe Adapter. Manche Analysten spekulieren auch über eine neue, flachere Version der Magnetladetechnik. Patente aus dem Jahr 2025 beschreiben eine „Dual-Magnet-Architektur“ für genau diesen Zweck. Dass sie in den aktuellen Attrappen fehlt, deutet jedoch darauf hin, dass sie für die erste Generation nicht bereit ist.
Die Priorisierung eines dünnen Profils vor Ökosystem-Kompatibilität zeigt einen strategischen Wandel. Apples dreijähriger Fahrplan zielt auf eine „Neuerfindung“ des Hardware-Designs ab. Das faltbare iPhone ist ein Herzstück dieses Übergangs – selbst wenn dafür etablierte Standards vorübergehend aufgegeben werden.
Marktausblick und Herausforderungen
Mit einem geplanten Start im September 2026 tritt das iPhone Fold in einen von Samsungs Galaxy Z-Serie dominierten Markt ein. Es wird als exklusives Low-Volume-Produkt eingestuft. Erste Lieferungen könnten laut Barclays-Analysten aufgrund von Engpässen sogar erst im Dezember bei Kund*innen ankommen.
Der Erfolg wird davon abhängen, ob ein faltenfreies Display und die tiefe Integration in die Apple-Welt den hohen Preis und den Verzicht auf Features wie Face ID und MagSafe aufwiegen können. Bis zum Produktionsstart im August bleibt die finale Ausgestaltung des Ladesystems eine der spannendsten offenen Fragen.
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