Apple, Datenschutz-Check

Apple iOS 26.3: Neuer Datenschutz-Check gegen Mobilfunkanbieter

03.02.2026 - 16:24:12

Mit iOS 26.3 führt Apple eine Kontrolle ein, die Mobilfunkanbietern nur noch grobe Standortdaten liefert. Die Reaktion auf Datenskandale ist zunächst auf neue Geräte und wenige Netzbetreiber beschränkt.

Apple schränkt mit iOS 26.3 ein, wie präzise Mobilfunkanbieter iPhone-Nutzer orten können. Die neue Funktion „Präzise Ortung beschränken“ soll verhindern, dass Netzbetreiber die genaue Adresse eines Nutzers ermitteln. Stattdessen erhalten sie nur noch eine grobe Positionsangabe auf Nachbarschaftsebene. Damit schließt Apple eine zentrale Datenschutzlücke, die bisher außerhalb der Kontrolle der Nutzer lag.

So funktioniert die neue Kontrolle

Die Einstellung greift direkt in den Ortungsprozess der Mobilfunknetze ein. Bisher konnten Provider die Position eines Geräts durch Triangulation zwischen Funkmasten sehr genau bestimmen – unabhängig von den Standortberechtigungen einzelner Apps. Die neue Funktion reduziert die Genauigkeit dieser Netzwerk-Ortung drastisch.

Aktiviert der Nutzer den Schalter, erfährt sein Anbieter nicht mehr die exakte Adresse, sondern nur noch das ungefähre Gebiet. Apple betont, dass weder die Verbindungsqualität noch die Netzwerkleistung darunter leiden sollen. Die Option findet sich in den Einstellungen unter „Mobilfunk“ und „Mobilfunk-Datenoptionen“. Ein Neustart des iPhones kann zur Aktivierung nötig sein.

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Antwort auf Datenskandale der Branche

Die Einführung ist eine direkte Reaktion auf langjährige Datenschutzprobleme bei Telekommunikationsunternehmen. Während Nutzer den GPS-Zugriff von Apps kontrollieren konnten, behielten die Netzbetreiber stets eine detaillierte Bewegungsübersicht. Diese Daten waren Ziel von Hackern und stehen regelmäßig im Fokus behördlicher Anfragen.

Der Zeitpunkt ist bedeutsam: Im April 2024 verhängte die US-Regulierungsbehörde FCC Strafen von fast 200 Millionen Euro gegen große US-Mobilfunkanbieter. Sie hatten Kunden-Standortdaten ohne Einwilligung geteilt und verkauft. Apples neues Tool gibt Nutzern nun die Kontrolle an die Hand, diese Art der Datenerfassung an der Quelle zu begrenzen. Wichtig: Die Funktion betrifft nur die Netzbetreiber-Ortung. Notrufe über 112 oder 110 sowie die freigegebene Standortfreigabe in Apps wie „Wo ist?“ oder Apple Maps bleiben unverändert.

Strategischer Schachzug mit Signalwirkung

Die Maßnahme passt perfekt in Apples etablierte Strategie, Datenschutz als zentrales Verkaufsargument zu nutzen. Sie erinnert an die Einführung der App-Tracking-Transparency, die explizite Nutzererlaubnis für app-übergreifendes Tracking verlangt. Indem Apple die Kontrolle nun auf Netzbetreiber-Ebene ausweitet, schließt das Unternehmen eine bedeutende Lücke.

Der Schritt erhöht den Druck auf die Telekommunikationsbranche und Wettbewerber wie Google. Zwar hat der Android-Hersteller ähnliche Funktionen eingeführt, doch Apples Integration in iOS setzt häufig neue Maßstäbe für die Privatsphäre-Erwartungen der Verbraucher. Diese Entwicklung könnte eine breitere Branchenwende hin zu mehr Nutzerkontrolle beschleunigen und die Geschäftsmodelle der Mobilfunkanbieter infrage stellen.

Eingeschränkte Verfügbarkeit zum Start

Trotz der Bedeutung ist die Funktion nicht sofort für alle iPhone-Nutzer verfügbar. Sie benötigt spezielle Hardware: die neuen C-Serie-Modems von Apple. Diese sind bisher nur in den aktuellsten Modellen wie dem iPhone Air, iPhone 16e und der Mobilfunk-Version des iPad Pro (M5) verbaut.

Zudem ist die Unterstützung durch die Netzbetreiber zum Start begrenzt. In den USA läuft die Funktion ausschließlich mit Boost Mobile. Branchengrößen wie AT&T, Verizon und T-Mobile fehlen zunächst. International gehören die Deutsche Telekom in Deutschland, EE und BT in Großbritannien sowie AIS und True in Thailand zu den ersten Partnern. Diese eingeschränkte Einführung deutet auf einen graduellen Rollout hin, der fortschreitet, sobald mehr Geräte die nötige Hardware besitzen und weitere Anbieter die Technologie unterstützen. Die öffentliche Verfügbarkeit ist für Februar 2026 mit dem Release von iOS 26.3 geplant.

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