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Apple Intelligence: Siri-Revolution verschiebt sich auf Mai

18.02.2026 - 04:03:12

Die Kernfunktionen von Apple Intelligence und die neue Siri werden auf das iOS 26.5-Update im Mai verschoben. Grund sind Probleme bei internen Tests, doch alle Features sollen noch 2026 erscheinen.

Die große KI-Offensive von Apple verzögert sich erneut. Kernfunktionen wie die neuartige Siri und zentrale „Apple Intelligence“-Features rutschen vom März in das iOS 26.5-Update im Mai. Grund sind Probleme bei internen Tests.

Cupertino – Der Wettlauf um die beste KI im Smartphone wird für Apple zur Geduldsprobe. Der Konzern muss seine ambitionierte Überholung der digitalen Assistentin Siri und weiterer KI-Funktionen verschieben. Statt wie geplant mit dem Update iOS 26.4 im März sollen die Schlüsselinnovationen nun erst mit iOS 26.5 im Mai an die Nutzer rollen. Intern hatten Tests mit der neuen, kontextbewussten Siri Zuverlässigkeits- und Performance-Probleme offenbart. Apple betonte jedoch, dass alle angekündigten Features noch 2026 erscheinen werden.

Siri-Revolution mit Hürden

Im Zentrum der Verzögerung steht die neu gestaltete Siri. Die Assistentin, die laut Berichten mit Googles Gemini-Modellen angetrieben werden soll, hatte in internen Builds mit langsamen Antwortzeiten und fehlerhafter Verarbeitung von Anfragen zu kämpfen. Besonders heikel: Die Fähigkeit, auf persönliche Informationen des Nutzers in verschiedenen Apps zuzugreifen. Diese sollte es Siri erlauben, etwa Daten aus Textnachrichten oder E-Mails zu verstehen, um eine Sprachfrage zu beantworten.

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Ebenfalls hinter dem Zeitplan liegt das System der „App Intents“. Es soll komplexe, mehrstufige Aufgaben per Sprachbefehl ermöglichen – beispielsweise ein bestimmtes Foto finden, bearbeiten und an einen Kontakt senden. Tester berichten, dass diese Features zwar in den Entwicklerversionen existieren, aber noch nicht zuverlässig funktionieren. Die Verzögerung zeigt die immense Herausforderung, tief integrierte KI unter Einhaltung von Apples strengen Standards für Leistung und Datenschutz zu realisieren.

iOS 26.5 wird zum KI-Schlüssel-Update

Durch die Verschiebung wandelt sich iOS 26.5 von einem Routine-Update zum zentralen Pfeiler von Apples KI-Strategie. Die Ingenieure sollen die zusätzliche Zeit für intensive Tests nutzen. Interne Versionen enthalten angeblich einen „Vorschau“-Schalter, mit dem Mitarbeiter die erweiterten Personalisierungsfunktionen aktivieren können. Dies deutet auf einen möglichen Beta-Charakter oder eine gestaffelte Einführung für die Öffentlichkeit hin.

Neben den KI-Features wird iOS 26.5 die üblichen Verbesserungen eines „.5“-Updates bringen: wichtige Fehlerbehebungen, Sicherheits-Patches sowie Leistungs- und Stabilitätsoptimierungen. Auch kleinere Verfeinerungen in Apps wie Nachrichten oder Apple Music sind zu erwarten.

Unangekündigte KI-Features in Entwicklung

Neben den bekannten Verzögerungen sollen interne Builds zwei bisher nicht vorgestellte KI-Tools enthalten. Eines ist ein neues Web-Suchwerkzeug, das ähnlich wie andere KI-Suchmaschinen synthetisierte, zusammengefasste Antworten liefern soll – statt nur einer Link-Liste.

Das zweite ist ein Tool zur Bildgenerierung, das vermutlich auf derselben Technologie wie die „Image Playground“-App basiert. Beide Features wurden auch für iOS 26.4 erwogen, ihre endgültige Veröffentlichung bleibt aber flexibel. Ihre Existenz zeigt jedoch, wie breit Apple generative KI in sein Ökosystem integrieren will.

Druck im KI-Wettbewerb wächst

Die erneute Verzögerung erhöht den Druck auf Apple enorm. Die Features wurden erstmals im Juni 2024 angekündigt und haben seitdem mehrere Verschiebungen erlebt. Während Wettbewerber wie Google oder Samsung ihre KI-Angebote aggressiv ausrollen, entsteht der Eindruck, Apple kämpfe damit, Schritt zu halten.

Die Entscheidung, die Flaggschiff-Funktionen zu verschieben und stattdessen Stabilität zu priorisieren, unterstreicht die hohen Risiken. Ein fehlerhafter Launch eines so tief integrierten Assistenten könnte das Nutzervertrauen beschädigen. Die Botschaft an Markt und Kunden ist klar: Der Zeitplan verschiebt sich, aber nicht das Ziel.

Gestaffelte Einführung bis Herbst?

Der Fahrplan für Apples KI-Offensive sieht nun gestaffelt aus: Zuerst kommt im März das bereinigte iOS 26.4 ohne die großen Siri-Neuerungen. Dann folgt im Mai das KI-Schwergewicht iOS 26.5. Insider deuten jedoch an, dass einige der komplexesten Fähigkeiten sogar noch länger auf sich warten lassen könnten – möglicherweise bis zum Start von iOS 27 im September. Nutzer, die auf eine wirklich intelligente Siri warten, müssen sich also weiter in Geduld üben. Für Apple wird der Mai zum entscheidenden Monat, um in der KI-Liga wieder Anschluss zu finden.

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