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Apple Creator Studio greift Adobe mit günstigem Abo an

14.01.2026 - 21:51:12

Apple startet ein günstiges Software-Abo für Video-, Audio- und Bildbearbeitung, das direkt mit Adobes Creative Cloud konkurriert und auf die Creator Economy abzielt.

Apple stellt mit einem neuen Software-Bündel die Vormachtstellung von Adobe in der Kreativbranche infrage. Das Abo Apple Creator Studio kombiniert Profi-Apps für Video, Musik und Bildbearbeitung zu einem Kampfpreis. Es startet am 28. Januar.

Das Paket für 12,99 Euro monatlich bündelt die Flaggschiff-Programme Final Cut Pro (Video), Logic Pro (Audio) und Pixelmator Pro (Bilder) für Mac und iPad. Es ist die konsequente Antwort auf die Übernahme von Pixelmator Ende 2024 und zielt direkt auf die wachsende „Creator Economy“ – und auf Nutzer, die die hohen Kosten von Adobe leid sind.

Ein gebündelter Angriff auf den Marktführer

Anders als bei Adobe müssen Nutzer nicht alle Apps abonnieren. Apple bietet seine Kreativsoftware weiterhin auch als Einmalkauf im Mac App Store an. Das neue Abo integriert sich jedoch tief in das Apple-Ökosystem. Es bringt exklusive KI-Funktionen für die iWork-Programme Pages, Keynote und Numbers auf allen Geräten. Die Kollaborations-App Freeform soll bald folgen.

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Der Preis ist die schärfste Waffe: Für 12,99 Euro erhält man Zugriff auf Programme, für die Adobe im „All Apps“-Paket über 60 Euro verlangt. Für Schüler und Lehrer kostet das Apple-Abo nur 2,99 Euro. Damit könnte Apple eine neue Generation von Kreativen an sich binden.

KI und nahtlose iPad-Integration als Trumpfkarten

Ein Schwerpunkt liegt auf künstlicher Intelligenz und plattformübergreifendem Arbeiten. Final Cut Pro erhält eine KI-Transkriptionssuche, die in Stunden von Material nach gesprochenen Wörtern sucht. Eine „Visual Search“ findet Objekte in Clips.

Der größte Coup ist die vollwertige Version von Pixelmator Pro für das iPad. Die Photoshop-Alternative wurde für Touch und Apple Pencil optimiert und ermöglicht nahtlose Workflows zwischen Mac und Tablet. Abonnenten erhalten exklusive Tools wie ein leistungsstarkes Verformungswerkzeug. Logic Pro ergänzt intelligente Features wie „Synth Player“ und „Chord ID“ für die Musikproduktion.

Fokussiert auf Video, Audio und Bilder

Adobe bietet mit seinem Creative Cloud eine breitere Palette an Tools für Grafikdesign oder Webentwicklung. Apple konzentriert sich bewusst auf die Kernbedürfnisse von YouTubern, Podcastern, Filmemachern und Social-Media-Content-Erstellern. Genau diese wachsende Gruppe soll mit dem günstigen Preis angelockt werden.

Der Start am 28. Januar wird die Branche genau beobachten. Neue Abonnenten erhalten einen Monat kostenlos, Käufer neuer Hardware sogar drei Monate. Die Entscheidung, Einmalkäufe parallel anzubieten, gibt professionellen Nutzern Flexibilität, die sich nicht an ein weiteres Abo binden wollen.

Die Konkurrenz für Adobe wächst. Für Verbraucher könnte der Preiskampf um die kreativen Tools damit eine neue Dynamik erhalten.

@ boerse-global.de