Apple CarPlay öffnet sich für ChatGPT und Video-Streaming
24.02.2026 - 13:19:56 | boerse-global.deApple beendet das Monopol seiner Sprachassistentin Siri im Auto. Mit dem kommenden iOS-Update können Fahrer künftig KI-Chatbots wie ChatGPT direkt vom Armaturenbrett aus nutzen und im Stand Videos streamen. Diese strategische Öffnung des einst geschlossenen Ökosystems ist eine direkte Antwort auf den harten Wettbewerb um das digitale Cockpit.
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Siri bekommt Konkurrenz von ChatGPT & Co.
Jahrelang war Siri die einzige Stimme in Apple CarPlay. Das ändert sich grundlegend. Eine aktualisierte Entwicklerrichtlinie ermöglicht es externen KI-Anbietern wie OpenAI, Google und Anthropic, eigene Sprach-Anwendungen für das Fahrzeugdisplay zu programmieren.
Nutzer können so komplexe Fragen künftig an spezialisierte Modelle wie ChatGPT, Gemini oder Claude richten. Das ist vor allem für kontextreiche Anfragen sinnvoll: etwa den Vergleich von Restaurantbewertungen, das Zusammenfassen langer Texte oder detaillierte Reiseauskünfte. Hier übertreffen moderne Konversations-KIs oft klassische, befehlsorientierte Assistenten.
Doch Apple zieht klare Grenzen. Die Fremd-Anwendungen ersetzen Siri nicht als Standard-Assistentin. Sie können weder Fahrzeugfunktionen wie die Klimaanlage steuern noch Systemeinstellungen am iPhone verändern. Zudem fehlt eine Wake-Word-Funktion. Statt "Hey Gemini" zu sagen, muss der Fahrer die jeweilige App erst manuell auf dem CarPlay-Bildschirm öffnen, bevor die Sprachsteuerung startet.
Video-Streaming für die Ladezeit
Parallel zur KI-Öffnung führt Apple ein lang erwartetes Entertainment-Feature ein. CarPlay wird bald umfassende Video-Wiedergabe unterstützen. Entwicklertests zeigen eine speziell fürs Auto optimierte Apple TV-App, die Zugriff auf Bibliotheken und Streaming-Inhalte bietet.
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Die Schlüsselfunktion ist jedoch AirPlay. Damit können Insassen Videos direkt vom iPhone auf den Infotainment-Bildschirm übertragen – vorausgesetzt, die genutzte App unterstützt das Protokoll.
Aus Sicherheitsgründen ist das Streaming strikt reglementiert: Es funktioniert ausschließlich bei stehendem Fahrzeug. Die Funktion zielt klar auf die wachsende Gruppe der Elektroauto-Besitzer, die während längerer Ladevorgänge unterhalten werden möchten. Sie kommt aber auch wartenden Beifahrern oder pausierenden Berufspendlern zugute. Die finale Freigabe liegt bei den Autoherstellern, sodass die Verfügbarkeit von Marke und Modelljahr abhängen wird.
Strategische Wende nach gescheitertem Auto-Projekt
Dieser massive Funktionszuwachs markiert einen strategischen Kurswechsel für Apple. Nach der offiziellen Einstellung des eigenen Elektroauto-Projekts "Titan" im Jahr 2024 konzentriert sich der Konzern verstärkt auf Automobil-Software.
Die Öffnung für Dritt-KIs und Video-Streaming ist eine Reaktion auf den harten Wettbewerb. Hersteller wie Tesla bauen eigene KI-Systeme (wie "Grok") direkt ins Fahrzeug ein. Andere, darunter Rivian und General Motors, favorisieren native Infotainment-Systeme gegenüber Smartphone-Spiegelungen.
Indem Apple populäre Tools wie ChatGPT ins Auto holt, macht es sein System attraktiver. Der Fahrer muss die gewohnten KI-Helfer nicht mehr missen. Gleichzeitig schließt Apple zu Konkurrenzplattformen wie Android Auto auf, die ähnliche Park-Video-Funktionen erproben.
Was kommt auf Entwickler und Nutzer zu?
Die Integration stellt App-Entwickler vor neue Aufgaben. KI-Anwendungen müssen eine spezielle, ablenkungsarme Voice-Control-Oberfläche für CarPlay implementieren. Video-Apps müssen sich nahtlos in die Sicherheits-Sperren einfügen, die die Wiedergabe bei Fahrt sofort unterbrechen.
Die finale Version von iOS 26.4 wird für Frühjahr 2026 erwartet. Bis dahin werden große KI- und Streaming-Anbieter ihre Updates vorbereiten. Siri bleibt zwar die Grundlage für Kernfunktionen wie Telefonie oder Navigation. Doch durch spezialisierte Chatbots und Stand-Entertainment wird CarPlay zum deutlich vielseitigeren und persönlicheren Hub im Auto – und das Armaturenbrett zur nächsten großen Schlachtzone für Software und Künstliche Intelligenz.
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