Apple baut Chip-Entwicklung in Irland massiv aus
21.02.2026 - 14:09:12 | boerse-global.deApple stärkt seine europäischen Entwicklungszentren mit einem doppelten Expansionsschub in Irland. Das Unternehmen eröffnete in Cork einen neuen Campus für 1.300 Mitarbeiter und kündigte erstmals ein festes Büro in Dublin an. Insgesamt entstehen Kapazitäten für 1.600 zusätzliche Stellen – ein klares Signal für den wachsenden Stellenwert Europas in Apples Chip-Strategie.
Neuer Technologie-Hub in Cork eröffnet
Im Mittelpunkt steht die Eröffnung des „Hollyhill 5“-Gebäudes am europäischen Hauptsitz in Cork. Der irische Premierminister Micheál Martin weihte den hochmodernen Bau gemeinsam mit Apple-Managern ein. Der Campus hat sich längst von einer reinen Produktionsstätte zu einem Zentrum für KI, Hardware-Entwicklung und Produkttests gewandelt.
„Irland ist seit über 45 Jahren unsere Heimat“, sagte Cathy Kearney, Apples Vizepräsidentin für Europäische Operationen. Die Erweiterung unterstütze das weitere Wachstum und die Investition in die Mitarbeiter. Der Standort Cork beschäftigt bereits rund 6.000 Menschen, zunehmend in hochqualifizierten Technik-Jobs.
Das neue Gebäude setzt auch ökologische Maßstäbe: Es läuft vollständig mit erneuerbarer Energie, nutzt Solarthermie, Regenwasser und maximiert Tageslicht.
Strategischer Brückenkopf in der Hauptstadt Dublin
Erstmals plant Apple ein festes Büro in Dublin. Ab Ende 2026 sollen in den Räumen nahe den Iveagh Gardens bis zu 300 Mitarbeiter arbeiten. Während Cork das operative Herz bleibt, soll der Dublin-Standort die Talent-Pools der Hauptstadt erschließen.
Beobachter sehen darin einen strategischen Schachzug: Apple kann so im harten Wettbewerb um Spitzen-Ingenieure in Dublins dynamischer Tech-Szene direkt mitmischen. Die Teams beider Städte sollen eng zusammenarbeiten und eine einheitliche irische Organisation bilden.
Irland wird zum Schlüsselstandort für Apple-Chips
Besonders bemerkenswert ist der Ausbau von Apples Chip-Entwicklung in Irland. Die Region gewinnt zunehmend an Bedeutung für die „Pre-Silicon“- und „Post-Silicon“-Validierung – kritische Phasen bei der Entwicklung eigener Prozessoren wie der M-Serie für Macs oder A-Serie für iPhones.
Recherchen zeigen: Apple sucht in Irland aktiv nach spezialisierten Silicon-Validierungsingenieuren und Analog-Design-Experten. Diese Stellen sind entscheidend, um Leistung und Zuverlässigkeit der hauseigenen Chips vor der Serienproduktion zu garantieren.
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Durch die räumliche Nähe der neuen Büros zu bestehenden Testlabors in Cork entsteht ein integriertes Ökosystem. Dies ermöglicht eine engere Verzahnung von Design-Überprüfung und physikalischen Tests – ein entscheidender Vorteil für die immer komplexer werdende „Apple Silicon“-Roadmap.
45 Jahre Wachstum und Transformation
Die Expansion setzt eine lange Partnerschaft fort. Seit der Eröffnung einer kleinen Fertigungsstätte mit gut 100 Mitarbeitern 1980 in Cork hat sich Apple zu einem der größten privaten Arbeitgeber des Landes entwickelt. Der Campus dient heute als Hauptquartier für Europa, den Nahen Osten, Indien und Afrika.
Premierminister Martin würdigte den anhaltenden Beitrag des Konzerns: „Apples Einfluss in den letzten 45 Jahren kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.“ Das Unternehmen habe Tausende hochqualifizierte Jobs geschaffen und Cork zu einem globalen Leuchtturm für Innovation gemacht.
Was die Expansion für Europa bedeutet
Für den europäischen Tech-Sektor sendet die Doppel-Expansion ein wichtiges Signal: Führende Hardware-Hersteller setzen weiter auf physisches Wachstum und Talentförderung in der Region. Irland festigt seine Position nicht nur als operative Basis, sondern als zentraler Knoten in Apples globalem Forschungs- und Entwicklungsnetzwerk.
Mit den neuen Kapazitäten, die 2026 voll anlaufen, entsteht eine moderne Heimat für die nächste Generation von Chip-Ingenieuren. Sie werden hier maßgeblich an der Zukunft des Computing arbeiten – direkt vor Europas Haustür.
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