Apple, Diebstahlschutz

Apple aktiviert Diebstahlschutz künftig automatisch auf allen iPhones

19.02.2026 - 04:41:11

Apple aktiviert künftig den Schutz für gestohlene Geräte automatisch für alle Nutzer. Kritische Änderungen erfordern zwingend Face ID oder Touch ID, um Diebstahl durch ausgespähte Codes zu verhindern.

Apple schaltet den „Schutz für gestohlene Geräte“ mit dem nächsten großen iOS-Update für alle Nutzer standardmäßig an. Bisher musste die Sicherheitsfunktion manuell aktiviert werden. Die Änderung soll iPhones besser gegen professionelle Diebesbanden schützen.

Vom Nutzer-„Opt-in“ zum Sicherheits-Standard

Der Schritt markiert einen Paradigmenwechsel. Seit der Einführung 2024 blieb die Nutzung der Funktion freiwillig – mit vermutlich niedriger Aktivierungsquote. Künftig ist der Schutz automatisch aktiv. Wer ihn nicht will, muss ihn gezielt in den Einstellungen deaktivieren, was selbst durch biometrische Hürden erschwert wird.

Analysten bewerten dies als eine der aggressivsten Maßnahmen Apples, um sein Ökosystem gegen physischen Zugriff abzuhärten.

Biometrie wird Pflicht – Code reicht nicht mehr

Das Update zielt auf ein konkretes Diebstahlszenario ab: Ein Täter späht den Entsperrcode seines Opfers aus und stiehlt anschließend das Gerät. Mit aktiviertem Schutz ist fernab von vertrauten Orten wie Zuhause oder dem Arbeitsplatz Schluss mit einfachen Code-Änderungen.

Der Rückfall auf den Zahlen-Code ist blockiert.

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Für kritische Aktionen wie das Ändern des Apple-ID-Passworts oder das Löschen des Geräts ist dann zwingend Face ID oder Touch ID erfordert. Der Rückfall auf den Zahlen-Code ist blockiert.

Besonders sensible Vorgänge werden sogar doppelt gesichert:
* Erste biometrische Bestätigung
* Einstündige Sicherheitsverzögerung
* Zweite biometrische Verifizierung

Diese Stunde soll Bestohlenen Zeit geben, ihr iPhone über iCloud als verloren zu melden, bevor Diebe die vollständige Kontrolle übernehmen können.

Weitere neue Sicherheits-Features im Anmarsch

Neben dem Diebstahlschutz brachten die Entwickler-Updates dieser Woche weitere Neuerungen ans Licht. Dazu gehören Verbesserungen an der „Memory Integrity Enforcement“ (MIE), die komplexe Spyware-Angriffe auf den Arbeitsspeicher abwehren soll.

Zudem testet Apple in der Beta-Phase eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen Apple-Geräten – ein weiterer Schritt zur Absicherung der Kommunikation.

Kampf gegen den Ersatzteil-Schwarzmarkt

Die Software-Erweiterung ergänzt bestehende Hardware-Sperren. Seit iOS 18 verhindert die „Aktivierungssperre für Bauteile“, dass gestohlene iPhones einfach für Ersatzteile ausgeschlachtet werden können. Komponenten wie Display oder Akku sind an die Apple-ID des ursprünglichen Besitzers gebunden.

Die automatische Aktivierung des Software-Schutzes schließt nun die letzte große Lücke: die Übernahme des gesamten digitalen Accounts durch einen ausgespähten Code.

Wann kommt das Update?

Die Beta-Version mit den Neuerungen ist bereits für Entwickler verfügbar. Eine öffentliche Beta-Testphase soll in Kürze starten. Die finale Version für alle Nutzer wird für das Frühjahr 2026 erwartet.

Sicherheitsexperten raten Nutzern, sich vorab mit der Funktion vertraut zu machen. Vor Reisen sollte geprüft werden, ob vertraute Orte korrekt hinterlegt sind, um ungewollte Blockaden am Urlaubsort zu vermeiden.

@ boerse-global.de

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