Apple, Aktie

Apple Aktie: Chips werden knapp

10.04.2026 - 01:03:04 | boerse-global.de

Die hohe Nachfrage nach dem günstigen MacBook Neo übertrifft die Erwartungen und führt zu Lieferengpässen beim A18-Pro-Prozessor, der auch für iPhones benötigt wird.

Apple Aktie: Chips werden knapp - Foto: über boerse-global.de

Das MacBook Neo trifft offenbar einen Nerv — vielleicht sogar stärker, als Apple selbst erwartet hatte. Die Nachfrage nach dem günstigeren Notebook übertrifft die internen Projektionen, und ausgerechnet der verbaute A18-Pro-Prozessor entwickelt sich dabei zum limitierenden Faktor.

Verkaufserfolg mit Nebenwirkungen

Der Erfolg kommt nicht ohne Tücken. Laut Analysten könnte Apple in Lieferschwierigkeiten geraten, weil der A18-Pro ursprünglich als Smartphone-Chip für die iPhone-16-Pro-Reihe konzipiert wurde — und nun unvorhergesehen stark im Mac-Segment nachgefragt wird. Ein eineinhalb Jahre alter Mobilprozessor als potenzieller Flaschenhals im Notebook-Geschäft: Das ist eine ungewöhnliche Situation für ein Unternehmen, das seine Lieferkette sonst so präzise steuert.

Die Marktforscher von Omdia bestätigen den Schwung. Im ersten Quartal 2026 steigerte Apple seine weltweiten PC-Auslieferungen um 5,4 Prozent auf 7,1 Millionen Einheiten — und kletterte damit auf einen globalen Marktanteil von 11,0 Prozent. Als Treiber nennen die Analysten explizit die soliden MacBook-Air-Verkäufe sowie die angelaufenen Neo-Lieferungen.

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PC-Markt wächst — vorerst

Der breitere Kontext ist dabei zweischneidig. Der weltweite PC-Markt legte im ersten Quartal um 3,2 Prozent auf 64,8 Millionen Einheiten zu. Viele Hersteller zogen Bestellungen jedoch bewusst vor, um steigenden Komponentenkosten zuvorzukommen. Speicher- und Lagerchips haben sich seit dem ersten Quartal 2025 zum Teil drastisch verteuert — Memory-Preise sollen sich laut Omdia seither verfünffacht haben. Für das restliche Jahr 2026 erwarten die Analysten spürbaren Gegenwind, da sich die Kostensteigerungen nun in die Endverbraucherpreise übersetzen werden.

Für Apple bedeutet das eine eigentümliche Gemengelage: Das Neo-Modell hat den Massenmarkt angesprochen, liefert Marktanteilsgewinne — doch die Chipversorgung könnte das Wachstum früher deckeln, als es die Nachfrage erfordert. Zudem erwartet Apple im September 2026 den Launch der iPhone-18-Pro-Modelle sowie das erste Foldable iPhone, was zusätzlichen Druck auf die Halbleiterlogistik bedeutet. Ob die Produktionspläne für den A18-Pro das alles gleichzeitig schultern können, wird die kommenden Quartale entscheiden.

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