AOK und Kleinanzeigen: Neue Phishing-Welle bedroht Bankdaten
19.01.2026 - 21:36:12Eine neue Phishing-Welle zielt auf Kunden der AOK und Verkäufer bei Kleinanzeigen ab. Kriminelle versenden gefälschte E-Mails und SMS, um an sensible Banking-Daten zu gelangen. Verbraucherschützer und Polizei warnen eindringlich vor den professionellen Betrugsversuchen.
Die dreiste AOK-Rückerstattungs-Falle
Im Zentrum stehen gefälschte Benachrichtigungen, die angeblich von der AOK stammen. Sie versprechen eine dreistellige Rückerstattung – oft 470 Euro – und setzen eine 14-Tage-Frist. Der Köder: Ein Link zum vermeintlichen Beantragen der Zahlung.
Die Nachrichten wirken täuschend echt. Sie nutzen das offizielle Logo und die korrekte Adresse des AOK-Bundesverbands. Klickt das Opfer, landet es auf einer gefälschten AOK-Webseite. Dort werden Bankverbindung und Online-Banking-Login abgefragt. Die AOK stellt klar: Sie fordert niemals per E-Mail oder SMS zur Dateneingabe auf. Verdächtige Nachrichten sollten sofort gelöscht werden.
Phishing-Nachrichten werden immer raffinierter — oft genügt ein einziger Klick, damit Kriminelle Zugriff auf Konten oder Login-Daten bekommen. Ein kostenloser 4‑Schritte-Guide erklärt leicht verständlich, wie Sie verdächtige Absender erkennen, Links und Domains prüfen, typische psychologische Fallen wie Dringlichkeits‑Meldungen durchschauen und Ihr Online-Banking (z. B. mit Zwei‑Faktor‑Authentifizierung) schützen. Holen Sie sich die praktische Checkliste für sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen. Anti‑Phishing‑Paket jetzt kostenlos herunterladen
Verkäufer bei Kleinanzeigen im Visier
Parallel dazu zielt eine Masche auf Verkäufer bei Kleinanzeigen. Ein angeblicher Käufer meldet sich und will die sichere Bezahlfunktion nutzen. Kurz darauf erhält der Verkäufer eine gefälschte E-Mail, die scheinbar von Kleinanzeigen kommt.
Diese Mail enthält einen Link zur „Bestätigung des Geldeingangs“. In Wahrheit führt er zu einer Phishing-Seite. Der Verkäufer soll dort Bankdaten, PIN und TAN eingeben, um die Zahlung zu „verifizieren“. Mit diesen Daten plündern die Betrüger dann das Konto. Das Polizeipräsidium Konstanz meldet zahlreiche Fälle.
So schützen Sie sich vor den Betrugsversuchen
Die Betrüger setzen auf psychologischen Druck: verlockende Angebote, angebliche Dringlichkeit und perfekte Fälschungen. Diese Schutzmaßnahmen sind entscheidend:
- Nie auf Links in unerwarteten Nachrichten klicken. Banken, Krankenkassen oder Plattformen wie Kleinanzeigen fordern nie per E-Mail oder SMS zur Eingabe sensibler Daten auf.
- Immer die offizielle App oder Webseite nutzen. Bei Verdacht manuell die bekannte Adresse im Browser eingeben oder die offizielle App öffnen – nie über Links aus Mails.
- Bei Datenpreisgabe sofort handeln. Wer bereits Daten eingegeben hat, muss das Bankkonto sofort sperren lassen und Anzeige bei der Polizei erstatten.
Die Angriffe werden immer professioneller. Die beste Verteidigung ist gesunde Skepsis und der direkte Weg über die offiziellen Kanäle.


