Angststörungen nehmen zu – Bewegung hilft besser als Medikamente
26.02.2026 - 10:18:59 | boerse-global.deAngststörungen in Deutschland steigen rasant an. Das zeigen aktuelle Daten von Krankenkassen und Gesundheitsstudien. Gleichzeitig belegt eine neue Meta-Analyse: Sport wirkt oft besser gegen Ängste als klassische Therapien.
Junge Frauen besonders betroffen
Die Zahlen sind alarmierend. Ein aktueller DAK-Report für Rheinland-Pfalz zeigt: Im Jahr 2024 befanden sich 63 von 1.000 weiblichen Jugendlichen wegen einer Angststörung in Therapie. Das ist ein Anstieg von 40 Prozent im Vergleich zu 2019.
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Der Trend betrifft alle Altersgruppen. Eine Analyse der NAKO-Gesundheitsstudie mit 80.000 Erwachsenen ergab: Der Anteil der Menschen mit moderaten bis schweren Angstsymptomen stieg von 3,9 auf 6,2 Prozent. Besorgniserregend ist, dass sich die Gruppe mit mehrfachen psychischen Belastungen mehr als verdoppelt hat.
Angst liegt in den Genen
Warum reagieren Menschen so unterschiedlich auf Unsicherheit? Eine globale Studie in Nature Genetics gibt Antworten. Forscher identifizierten 58 genetische Varianten, die direkt mit Angststörungen zusammenhängen. Das belegt: Die Veranlagung für Ängste ist biologisch verankert.
Parallel dazu entschlüsselten Bochumer Neurobiologen, wie das Gehirn Furcht wieder verlernt. Bestimmte Nervenzellen im "Bettkern der Stria terminalis" fungieren als zentrale Schaltstelle. Ihre Aktivierung beschleunigt den Abbau von Angstreaktionen – eine wichtige Grundlage für zukünftige, gezieltere Therapien.
Sport schlägt Antidepressiva
Die wirksamste Waffe gegen Ängste ist überraschend simpel: Bewegung. Eine Meta-Analyse im British Journal of Sports Medicine wertete über 250 Studien aus. Das Ergebnis? Sport wirkt bei Angst und Depression oft besser als Medikamente oder Gesprächstherapie.
Besonders aerobe Aktivitäten wie Laufen, Schwimmen oder Tanzen zeigen starke Effekte. Schon kurze Programme von bis zu acht Wochen mit moderater Intensität helfen deutlich. Experten fordern deshalb: Bewegungsprogramme sollten als Erstintervention bei Ängsten verschrieben werden.
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Unsicherheit lähmt auch im Job
Ängste wirken sich massiv auf den Arbeitsalltag aus. Eine Studie der American Psychological Association belegt: Existenzielle Sorgen – etwa um die finanzielle Sicherheit – senken Produktivität und Engagement der Mitarbeiter drastisch.
Was hilft? Arbeitspsychologen fordern ein sichereres Arbeitsumfeld, offene Kommunikation und Unterstützungsprogramme. Für den Einzelnen gilt: Fokus auf kontrollierbare Aspekte legen. Feste Routinen, stabile soziale Kontakte und weniger Nachrichtenkonsum stärken die mentale Widerstandskraft.
Paradigmenwechsel in der Behandlung
Die aktuellen Studien markieren einen Wendepunkt. Angst wird nicht mehr als individuelle Befindlichkeit abgetan, sondern als komplexes biologisches und gesellschaftliches Phänomen verstanden. Das überlastete Gesundheitssystem steht unter Druck.
Doch die neuen Erkenntnisse bieten Lösungen. Die Wirksamkeit von Bewegung könnte Präventionsstrategien revolutionieren. Experten fordern flächendeckende, niedrigschwellige Angebote – von Bewegungsprogrammen auf Rezept bis hin zu Resilienztraining in Schulen. Der Umgang mit Unsicherheit wird zur zentralen gesellschaftlichen Aufgabe.
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