AMD, Apple

AMD und Apple: Vom Partner zum Konkurrenten im Grafik-Chip-Krieg

14.03.2026 - 00:00:26 | boerse-global.de

Apple setzt mit dem M5 Max auf integrierte Chips, während AMD mit Ryzen AI Max+ nachzieht. Der Wettbewerb um KI-optimierte, schlanke Workstations für Profis ist eröffnet.

AMD und Apple: Vom Partner zum Konkurrenten im Grafik-Chip-Krieg - Foto: über boerse-global.de
AMD und Apple: Vom Partner zum Konkurrenten im Grafik-Chip-Krieg - Foto: über boerse-global.de

Die Ära, in der AMD Grafikkarten für den iMac lieferte, ist längst Geschichte. Heute liefern sich die Tech-Riesen einen erbitterten Kampf um die Vorherrschaft in der professionellen Workstation-Welt – mit grundlegend neuen Chip-Architekturen.

Das Ende einer Ära: AMD Radeon Pro im iMac

Der letzte große Auftritt von AMD in einem Apple-Desktop fand im August 2020 statt. Damals brachte der Konzern die Radeon Pro 5000 Serie für den 27-Zoll-iMac auf den Markt. Diese auf 7-Nanometer-Technik basierenden Grafikkarten galten als Meilenstein und brachten bis zu 7,6 Teraflops Leistung für Videobearbeitung und 3D-Rendering. Doch es war ein Abschiedsgeschenk. Kurz darauf kündigte Apple den Wechsel zu eigenen Apple Silicon Chips an und machte externe Grafikkarten von AMD und anderen überflüssig.

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2026: Apples M5 Max dominiert die Diskussion

Heute, im März 2026, ist der iMac mit AMD-Grafik ein Relikt. Im Fokus stehen nun die neuen M5 Pro und M5 Max Chips von Apple, die gerade in MacBook Pros eingeführt wurden. Branchenberichten zufolge soll der M5 Max noch in diesem Jahr auch in einen neu belebten iMac Pro mit großem Bildschirm einziehen.

Der M5 Max, gefertigt in fortschrittlicher 3-Nanometer-Architektur, integriert bis zu einen 40-Kern-GPU und einen dedizierten Neuronalen Beschleuniger in jedem Grafik-Kern. Die Leistung soll bis zu 50 Prozent über der vorherigen M4-Generation liegen. Entscheidend ist die vereinheitlichte Speicherarchitektur: CPU und GPU teilen sich einen großen, schnellen Speicherpool. Das eliminiert den Flaschenhals durch getrennte Grafikspeicher und ermöglicht schlankere, kühlere Geräte – der Todesstoß für externe Grafikkarten in Apples Ökosystem.

AMDs Gegenangriff: Ryzen AI Max+ für Windows

AMD hat sich neu aufgestellt und greift Apple nun frontal an. Im Januar 2026 stellte der Konzern auf der CES seine Ryzen AI Max+ Prozessoren vor. Die Strategie ist verblüffend ähnlich zu Apple: Auch hier sind CPU, GPU, Arbeitsspeicher und Grafikspeicher in einem einzigen chip-Paket vereint.

Diese All-in-One-Lösung zielt explizit auf schlanke High-End-Notebooks und kompakte Desktop-PCs ab – direkte Konkurrenz zum iMac. Mit bis zu 60 TOPS (Tera Operations Per Second) in der neuronalen Verarbeitungseinheit (NPU) jagt AMD den wachsenden Markt für KI-beschleunigte Workflows. Windows-Hersteller erhalten so die Blaupause für elegante, leistungsstarke All-in-One-PCs ohne klobige Grafikkarten. Unterstützt wird dies durch die neue Software-Plattform ROCm 7.2 für Windows und Linux.

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Der Paradigmenwechsel: Effizienz schlägt rohe Kraft

Der Weg von der diskreten Radeon Pro Grafikkarte 2020 zu den vereinheitlichten Chips von 2026 markiert einen tiefgreifenden Wandel. Früher entschied die rohe Leistung einer separaten Grafikkarte über die Eignung einer Workstation. Heute zählen KI-Leistung, vereinheitlichte Speicherbandbreite und nahtlose Hardware-Software-Integration.

Die Integration von GPU und CPU auf einem Die reduziert Latenzen und Stromverbrauch radikal. AMD hat mit Ryzen AI Max+ erkannt, dass dies der neue Standard ist, und treibt die Windows-Welt in genau die Richtung, die Apple für den Mac eingeschlagen hat.

Was kommt als Nächstes?

Das Jahr 2026 verspricht heiße Konkurrenz. Apple wird voraussichtlich noch in diesem Jahr Desktop-Macs mit M5-Chips, vielleicht einen 32-Zoll-iMac Pro, vorstellen. Zeitgleich werden erste Premium-Windows-PCs mit AMDs Ryzen AI Max+ auf den Markt kommen.

Die Partnerschaft ist Geschichte, der Wettbewerb lebt. Beide Konzerne treiben die Entwicklung integrierter, KI-optimierter Architekturen voran. Am Ende profitieren die Anwender: Kreative Professionals erhalten leistungsstärkere, effizientere und elegantere Workstations als je zuvor.

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