Amazon plant nächste Entlassungswelle mit 14.000 Stellen
24.01.2026 - 06:04:12Amazon steht die zweite Groß-Entlassung innerhalb weniger Monate bevor. Rund 14.000 weitere Stellen sollen gestrichen werden – vor allem in Konzernzentralen und Management-Ebenen.
Die geplanten Kündigungen, über die interne Kreise berichten, würden im Umfang der ersten Runde vom Oktober 2025 entsprechen. Zusammen käme der Tech-Riese dann auf fast 30.000 gestrichene Stellen in seiner größten Restrukturierung aller Zeiten. Betroffen sind vor allem Angestellte, nicht die riesige Belegschaft in Logistikzentren. Die Maßnahme zielt darauf ab, Bürokratie abzubauen und das Unternehmen für das Zeitalter der Künstlichen Intelligenz (KI) zu trimmen.
Fokus auf Konzernzentralen und Schlüsselbereiche
Die Kürzungen treffen gezielt die rund 350.000 Angestellten in Unternehmensbereichen. Das wären fast 10 Prozent dieser Belegschaftsgruppe. Besonders im Visier stehen Teams in profitablen Kernsparten: die Cloud-Tochter Amazon Web Services (AWS), der Retail-Bereich, der Streaming-Dienst Prime Video und die Personalabteilung.
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Hintergrund ist der massive Aufwuchs während der Pandemie-Jahre. Jetzt will Amazon Management-Ebenen abbauen und schlanker werden. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Eine 90-tägige interne Umsetzungsfrist für die von der ersten Welle Betroffenen läuft aus.
Zwischen KI-Strategie und Kulturwandel
Offiziell begründet Amazon den radikalen Schnitt mit einem notwendigen Kulturwandel. CEO Andy Jassy betonte, es gehe primär um Agilität und weniger Bürokratie, nicht um finanziellen Druck. Doch gleichzeitig preist das Unternehmen intern KI als größte Revolution seit dem Internet – und treibt die Automatisierung voran.
Ein Widerspruch? Analysten sehen hier einen branchenweiten Trend. Konzerne wie Google und Microsoft investieren Milliarden in KI, während sie gleichzeitig Stellen streichen. Routineaufgaben in Software-Entwicklung oder Datenanalyse werden zunehmend automatisiert. Das verändert den Bedarf an menschlichen Arbeitskräften grundlegend.
Branche im Effizienz-Fieber
Amazon handelt nicht isoliert. Eine „Ansteckung mit Effizienz“ geht durch die Tech-Branche. Unternehmen nutzen die sich abkühlende Konjunktur und den technologischen Fortschritt, um Produktivität zu steigern. Die Arbeitslosenquote in den USA erreichte Ende 2025 einen Vier-Jahres-Höchststand.
Für Amazon, das weiterhin einen Börsenwert von über 2,6 Billionen Dollar hält, sind die Kürzungen weniger existenziell denn strategisch. Der Konzern will in der KI-Ära wettbewerbsfähig bleiben. Parallel werden in Zukunftsfeldern weiter Mitarbeiter eingestellt – ein klassischer Umbau.
Ausblick auf ein automatisiertes Unternehmen
Die nächste Entlassungswelle zeichnet das Bild eines radikal schlankeren, technologisch getriebenen Amazon. Das Unternehmen setzt einen Maßstab, wie Großkonzerne auf KI reagieren. Humanressourcen werden in Wachstumsbereiche gelenkt, automatisierbare Funktionen hingegen ersetzt.
Für die Belegschaft bedeutet das eine permanente Unsicherheit. Die „Bürokratie-Steuer“ abzubauen und Innovationsgeschwindigkeit zu erhöhen, wird zur Dauermission. Amazons Weg zeigt: Die Automatisierung verändert die Arbeitswelt der Zukunft schneller und tiefgreifender als viele erwartet haben.
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