Amazon investiert 200 Milliarden Euro in KI-Wettlauf
06.02.2026 - 08:41:11Amazon stellt 200 Milliarden Euro für den Ausbau seiner KI-Infrastruktur bereit – eine beispiellose Investitionsoffensive, die den Technologie-Wettbewerb neu definiert. Der Konzern reagiert damit auf den globalen Boom bei Künstlicher Intelligenz und Cloud-Computing, setzt aber gleichzeitig seine Profitabilität kurzfristig aufs Spiel.
Die Ankündigung des gewaltigen Investitionsplans für 2026 ließ die Aktie des Unternehmens im außerbörslichen Handel um über zehn Prozent einbrechen. Die Summe übertrifft die erwarteten Ausgaben des Vorjahres um mehr als 50 Prozent und markiert eine neue Eskalationsstufe im Rüstungswettlauf der Tech-Giganten um KI-Vorherrschaft.
KI-Infrastruktur als Wachstumstreiber
Im Kern geht es Amazon um den massiven Ausbau seiner Rechenzentren-Kapazitäten für AWS, den profitablen Cloud-Arm des Konzerns. „Wir monetarisieren unsere KI-Infrastruktur so schnell, wie wir sie installieren können“, erklärt CEO Andy Jassy. Die Nachfrage nach Rechenleistung für generative KI-Modelle explodiere.
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Die Strategie zeigt bereits Wirkung: AWS verzeichnete im vierten Quartal 2025 ein Umsatzplus von 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Euro. Der Cloud-Dienst erreicht damit eine annualisierte Umsatzrate von 142 Milliarden Euro. Jassy betont, dass jede neue Kapazität sofort von Kunden gebucht werde – ein klares Signal, dass die Investitionen unmittelbar cashflow-wirksam werden.
Tech-Giganten im Investitionswettlauf
Amazon setzt mit seinem Budget neue Maßstäbe und übertrifft seine direkten Konkurrenten deutlich. Google plant Ausgaben von 175 bis 185 Milliarden Euro, während Microsoft und Meta ebenfalls milliardenschwere, aber geringere Summen in ihre KI-Infrastruktur pumpen. Zusammengenommen könnten die Tech-Konzerne 2026 über 600 Milliarden Euro investieren – einer der größten Unternehmens-Investitionszyklen der Geschichte.
Ein wesentlicher Teil von Amazons Strategie ist die vertikale Integration: Der Konzern entwickelt eigene Chipsätze wie Trainium und Graviton, um Kosten zu senken und unabhängiger von Zulieferern wie Nvidia zu werden. Die hauseigene Chip-Sparte erzielt bereits eine jährliche Umsatzrate von über zehn Milliarden Euro. Diese Eigenentwicklungen sollen AWS langfristige Wettbewerbsvorteile bei Performance und Kosten sichern.
Kurzfristige Sorgen, langfristige Strategie
Die heftige Reaktion der Anleger spiegelt die Angst vor gedrückten Free-Cashflows in den kommenden Quartalen wider. Analysten hatten mit etwa 150 Milliarden Euro gerechnet – die tatsächliche Summe übertrifft diese Erwartungen deutlich. Doch Amazon argumentiert strategisch: Man investiere heute, um die KI-Revolution von morgen zu dominieren.
Jassy vergleicht die aktuelle Situation mit den Anfängen von AWS, die sich langfristig als äußerst profitabel erwiesen. Der Konzern setzt darauf, durch frühzeitige Kapazitätsausweitungen Kunden langfristig zu binden und zum Standard für Unternehmens-KI zu werden. Neben KI fließen Mittel auch in Robotik für Logistikzentren und das Satellitennetzwerk Project Kuiper.
Die entscheidende Frage bleibt: Kann Amazon seine Infrastruktur-Vorteile in nachhaltige Gewinne ummünzen? Die nächsten Quartale werden zeigen, ob der massive Kapitaleinsatz die erhoffte Rendite bringt – oder ob der Konzern zu ambitioniert expandiert hat.
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