Amazon Aktie: Margendruck durch Ölpreis
03.04.2026 - 20:59:18 | boerse-global.deDer anhaltende Iran-Krieg hinterlässt zunehmend Spuren im E-Commerce-Geschäft von Amazon. Wegen der stark gestiegenen Energiepreise reicht der Konzern die Kosten nun an seine Drittanbieter weiter. Während die Händler um ihre ohnehin knappen Margen fürchten, trübt sich auch das charttechnische Bild der Aktie kurz vor den nächsten Quartalszahlen ein.
Steigende Ölpreise erzwingen Zuschlag
Ab dem 17. April müssen Drittanbieter in den USA und Kanada einen Treibstoff- und Logistikzuschlag von 3,5 Prozent auf ihre Versandgebühren zahlen. Der E-Commerce-Riese reagiert damit auf die hohen Energiekosten, die durch den nunmehr in der fünften Woche andauernden Iran-Krieg verursacht werden. Rohöl notiert wieder deutlich über der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel.
Für Händler bedeutet dies durchschnittlich 17 US-Cent Mehrkosten pro versendetem Artikel. Anfang Mai wird diese Regelung auf weitere Dienste wie "Buy with Prime" ausgeweitet. Amazon steht mit diesem Schritt nicht alleine da. Auch Logistiker wie UPS, FedEx und der U.S. Postal Service haben ihre Aufschläge in den vergangenen Wochen nach oben angepasst.
Misstrauen bei den Händlern
Das Management bezeichnet die Maßnahme als vorerst temporär, behält sich aber Anpassungen je nach Marktlage vor. Bei den rund zwei Millionen Verkäufern auf der Plattform sorgt das für Skepsis. Sie erinnern sich an das Jahr 2022, als der Konzern nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine einen ähnlichen Zuschlag von fünf Prozent einführte. Dieser wurde später dauerhaft in die Standardgebühren integriert.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Amazon?
Die neuen Kosten treffen die Händler zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Bereits im vergangenen Jahr stiegen die Versandgebühren, während neue Zölle die Profitabilität zusätzlich belasten. Besonders Anbieter mit hohem Volumen und geringen Gewinnmargen von acht bis zwölf Prozent müssen nun ihre Rentabilität genau prüfen. Erschwerend kommt hinzu, dass Werbekosten ab Mitte April direkt von den Einnahmen abgezogen werden und nicht mehr per Kreditkarte beglichen werden können.
Charttechnik und Insider-Verkäufe
Auch abseits des operativen Geschäfts zeigen sich Risse. Aus charttechnischer Sicht bildete die Aktie im März ein sogenanntes "Death Cross" aus, bei dem die kurzfristige 50-Tage-Linie unter die langfristige 200-Tage-Linie fiel. Aktuell notiert das Papier bei rund 210 US-Dollar und damit spürbar unter diesen wichtigen Durchschnittsmarken.
Begleitet wird diese Schwäche von Insider-Verkäufen. Führende Manager, darunter AWS-Chef Matthew Garman, trennten sich zuletzt über vorab festgelegte Handelspläne von Aktien im Wert von knapp 15 Millionen US-Dollar.
Amazon vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Am 29. April wird Amazon seine Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vorlegen. Anleger erwarten dann einen Gewinn pro Aktie, der die durchwachsenen Ertragszahlen des Vorquartals vergessen macht und beweist, dass das starke Umsatzwachstum auch in zählbare Gewinne umgewandelt wird.
Amazon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Amazon-Analyse vom 3. April liefert die Antwort:
Die neusten Amazon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Amazon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 3. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Amazon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
So schätzen die Börsenprofis Amazon Aktien ein!
Für. Immer. Kostenlos.

