VanEck Gold Miners ETF: 3,1 Prozent Plus auf schwache Arbeitsmarktdaten
Veröffentlicht am: 03.09.2026 um 04:48 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Die Goldminenwerte verzeichneten am gestrigen Mittwoch eine deutliche Erholung, nachdem schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten den jüngsten Zinsoptimismus der Märkte dämpften. Der VanEck Gold Miners ETF reagierte mit einem Kursplus von 3,1 Prozent und schloss bei 97,63 USD. Damit stabilisierte sich der Sektor, nachdem der Goldpreis zuvor auf ein Dreiwochentief abgerutscht war.
Arbeitsmarktdaten bremsen Zinsangst
Der Hauptimpuls für die Kehrtwende am Markt waren die ADP-Beschäftigtenzahlen aus den USA. Im August wurden lediglich 38.000 neue Stellen im Privatsektor geschaffen, was deutlich unter der Markterwartung von 47.000 lag. Dieser schwächste Zuwachs seit Januar führte dazu, dass die Erwartungen an eine aggressive Zinserhöhung durch die Federal Reserve im September leicht zurückgingen.
In der Folge gaben die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen von ihrem Zwischenhoch bei über 4,81 Prozent etwas nach, was dem zinslosen Edelmetall und den damit verbundenen Bergbauaktien neuen Spielraum verschaffte.
Der Goldpreis selbst erholte sich im gestrigen Handel um rund 1,36 Prozent auf etwa 4.386 USD pro Unze, nachdem er zuvor unter Druck geraten war. Die Märkte preisen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung für die Sitzung am 16. September laut CME-Daten nun mit etwa 62 bis 64 Prozent ein, was einen leichten Rückgang gegenüber den Vortagen bedeutet.
Einzelwerte im Aufwind trotz gemischter Bilanzen
Im Fahrwasser des steigenden Goldpreises zeigten wichtige Branchenvertreter eine positive Dynamik. Die Aktie von SSR Mining legte um 5,36 Prozent auf 37,75 USD zu. Auch Barrick Gold verbuchte einen Zuwachs von 3,42 Prozent, obwohl das Unternehmen mit seinen jüngsten Geschäftszahlen die Erwartungen der Analysten nicht ganz erreichen konnte.
Barrick meldete einen Gewinn pro Aktie von 0,82 USD bei einem Umsatz von rund 5,29 Milliarden USD, während der Markt mit einem Ergebnis von 0,81 USD bei 5,08 Milliarden USD Umsatz gerechnet hatte.
Andere Unternehmen des Sektors nutzten das positive Momentum für strategische Entwicklungen. Kinross Gold treibt derzeit drei Projekte in den USA sowie ein Erschließungsvorhaben in Ontario voran, wobei das Unternehmen im zweiten Quartal einen freien Cashflow von über 700 Millionen USD generierte. Auch kleinere Werte wie Omai Gold Mines profitierten von der Branchenstimmung und stiegen um 7,23 Prozent, gestützt durch positive Bohrergebnisse.
Geopolitische Spannungen und Analystenprognosen
Neben den makroökonomischen Daten stützen auch geopolitische Faktoren das Interesse an Gold als sicherem Hafen. Eskalierende Spannungen im Nahen Osten trieben den Ölpreis der Sorte Brent zeitweise über die Marke von 95 USD pro Barrel. In diesem Umfeld positionieren sich große Investmenthäuser zunehmend optimistisch für das Edelmetall.
Die Analysten von Schroders stuften Gold zuletzt auf „positiv“ hoch und verwiesen dabei auf strukturelle Nachfragefaktoren sowie Risiken für die Währungsstabilität und die Staatsverschuldung. JPMorgan äußerte sich ebenfalls bullisch und stellte für den Goldpreis ein Ziel von 6.000 USD bis zum Jahresende in Aussicht.
Trotz der jüngsten Kursgewinne notiert der VanEck Gold Miners ETF derzeit noch mit einem Abstand von 17 Prozent zu seinem 52-Wochen-Hoch, das im März bei 117,18 USD markiert wurde. Die Anleger richten ihre Aufmerksamkeit nun auf die heute und morgen anstehenden weiteren US-Arbeitsmarktdaten, die als entscheidender Wegweiser für die US-Geldpolitik gelten.
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